Döbling
Studie bestätigt den Parkplatzmangel in der Saileräckergasse
- Der Radweg in der Krottenbachstraße sorgt erneut für erhitzte und gespaltene Gemüter.
- Foto: Rieger/MeinBezirk
- hochgeladen von Laura Rieger
Eine neue Studie bestätigt die schwierige Parkplatzlage in der Saileräckergasse. Während die SPÖ sich nun bestätigt sieht und Anrainerparken fordert, erklärt Bezirkschef Daniel Resch (ÖVP), dass dies nichts bringen würde und es schlicht zu wenig Parkraum gäbe.
WIEN/DÖBLING. Ungewöhnlich lange war es eher still um den Radweg in der Krottenbachstraße. Eine neue Studie entfacht die Diskussion jetzt aber neu. Im Mittelpunkt steht dabei der Parkraum in der Saileräckergasse. Notwendig wurde die Studie durch einen Antrag der SPÖ aus dem Jahr 2024, in dem zusätzliche Anrainerparkplätze gefordert wurden.
Die veröffentlichte Stellplatz- und Auslastungserhebung der Traffix Verkehrsplanung GmbH für den Bereich in der Saileräckergasse belegt, was Anrainer seit Langem berichten: In den Abendstunden ist das Parken im Krim-Viertel nur mehr schwer möglich. Ausgelegt wird die Studie von den verschiedenen Parteien jetzt jedoch auf gänzlich unterschiedliche Weise.
Kaum Parkplätze ab 22 Uhr
Doch kurz zu den Fakten: Die Erhebung zeigt eine Zuspitzung der Lage in den Abendstunden. Während die Auslastung der regulären Parkpickerlstellplätze am Vormittag noch bei rund 77,3 Prozent liegt, klettert sie um 20 Uhr auf 96,5 Prozent und erreicht um 22 Uhr ihren Spitzenwert von 97,7 Prozent. Die durchschnittliche Auslastung beträgt 89,3 Prozent.
- Bezirkschef Daniel Resch (ÖVP) kritisiert 200 weggefallene Parkplätze.
- Foto: Valentina Marinelic/MeinBezirk
- hochgeladen von Fabian Franz
Damit wird die 90-Prozent-Marke, ab der die Stadt Wien die Schaffung von Anwohnerparkplätzen prüft, in den Nachtstunden deutlich überschritten. ÖVP und FPÖ sehen die Ursache klar beim neuen Radweg in der Krottenbachstraße, durch den rund 200 Stellplätze weggefallen sind.
Bezirksvorsteher Daniel Resch (ÖVP) spricht von einer "massiven Fehlentscheidung“, die den Parkdruck in die Wohnstraßen verdrängt habe und kritisiert, dass dieser gegen den Wunsch der Döblingerinnen und Döblinger errichtet wurde. Für die FPÖ ist die Lage eine "Zumutung". Die Freiheitlichen fordern als Konsequenz den Bau einer "Volksgarage" unter dem Krimpark oder den Rückbau des Radwegs.
SPÖ sieht sich bestätigt
Anders bewertet die stellvertretende Bezirksvorsteherin Mahboobeh Bayat (SPÖ) die Lage. Sie verteidigt den Radweg als "sichere Infrastruktur für alle Generationen" und betont, dass die Parkplatzbelastung bereits vor dem Bau extrem hoch war. Für die SPÖ liegt die Lösung nun in der raschen Umsetzung von Anwohnerparkplätzen, für die man bereits 2024 den Prüfantrag gestellt habe. "Jetzt ist der Bezirksvorsteher gefordert, den Auftrag zur Umsetzung entsprechender Maßnahmen zu erteilen", so Bayat.
- Mahboobeh Bayat (SPÖ) sieht eine Bestätigung für den Antrag der SPÖ zu Anrainerparkplätzen.
- Foto: SPÖ
- hochgeladen von Fabian Franz
Bezirkschef Resch hält jedoch dagegen und erklärt, dass die Auslastungszeiten bereits zeigen würden, dass am Abend nur Anrainerinnen und Anrainer in der Straße parken und solche die Situation daher nicht entschärfen dürfte. "Niemand stellt den Ausbau des Radverkehrs grundsätzlich infrage. Sehr wohl infrage gestellt werden muss jedoch eine überdimensionierte Lösung, die ohne Rücksicht auf bestehende Strukturen, ohne Akzeptanz in der Bevölkerung und ohne funktionierenden Ausgleich umgesetzt wurde", so Resch abschließend. Welche Entscheidungen die Studie nach sich zieht, liest du zeitnah auf MeinBezirk.
Das könnte dich auch interessieren:
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Hier gehts zu den aktuellen
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.