Meinung
Ein Grund zum Aufatmen für Donaustadts Bezirkschef
- Das Gericht hält fest: Nevrivy ist nicht schuldig. MeinBezirk-Redakteur Michael Marbacher über die Auswirkungen des Verfahrens.
- Foto: Carina Baumgartner
- hochgeladen von Michael Marbacher
Ernst Nevrivy wurde bei der Causa rund um das Immobilienunternehmen Wienwert und die Erweiterung der Remise der Wiener Linien für "nicht schuldig" befunden. Die Vorwürfe des Amtsmissbrauchs sind somit vom Tisch, zumindest in diesem Fall.
WIEN/DONAUSTADT. Das Landesgericht für Strafsachen Wien hat festgestellt: Ernst Nevrivy (SPÖ) hat sich rund um die Causa Wienwert nichts zuschulden kommen lassen. Mehr dazu findest du in dem Artikel unten. Der Bezirkschef hat nichts ausgeplaudert, was nicht ohnehin schon bekannt war, konkret: wo die Wiener Linien planten, ihre Remise zu bauen.
Es scheint, als ob man bei den Wiener Linien wohl zu lasch bei der Geheimhaltung war. Sie haben bereits 2017 bei der damaligen Besitzerin des Grundstücks in der Attemsgasse angeklopft, um mit ihr über einen Verkauf zu verhandeln. Das haben sowohl die Projektverantwortlichen als auch die ehemalige Eigentümerin vor Gericht bestätigt.
Das "Donaudorf"
Wer die Donaustadt kennt, weiß: Hier fühlt man sich schnell mal wie in einem Dorf, Infos verbreiten sich schnell. Ich kann mir gut vorstellen, dass man rund um Kagran schon lange von den Plänen gewusst hat. Ich bin kein Immobilienexperte, aber ich schätze auch, dass man mit genug Gespür für Business darauf kommen könnte, wo die Wiener Linien Platz für eine Remisenerweiterung hätten.
- Ernst Nevrivy (SPÖ, r.) wurde am Donnerstag, 7. Mai, in der Causa Wienwert freigesprochen. „Ich war immer überzeugt davon, nichts Unrechtes getan zu haben und freue mich, dass dies nun durch das unabhängige Gericht bestätigt wurde", so der Bezirkschef. (Archivbild)
- Foto: Ronja Reidinger/MeinBezirk
- hochgeladen von Ronja Reidinger
Das Urteil ist eine große Entlastung für den "Bezirkskaiser". Sowohl während als auch nach den Gerichtsverhandlungen blieb Nevrivy den Medien gegenüber zu diesem Thema sehr kurz angebunden. Die Vorwürfe hatten ihn auch während der Bezirksvertretungswahl 2025 verfolgt. Bei dieser verzeichnete die SPÖ ein Minus von fast acht Prozent im Bezirk, ein historischer Einbruch in der roten Hochburg. Auf Wien-Ebene war das Minus nur auf etwa 5 Prozent. Warum sich einige Rot-Wähler auf Bezirksebene abwandten, kann man sich selbst ausmalen.
Der Bezirkschef ist zumindest fürs Erste aus dem Schneider. Wenn da nicht noch die Sache mit den Kleingärten wäre. Hier laufen noch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.
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