Steinspornweg in der Donaustadt
"Hertha" verbindet leistbares Wohnen mit Klimaschutz

Donaustadt-Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy und Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch (beide SPÖ) beim Spatenstich. | Foto: StadtWien/Markus Wache
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  • Donaustadt-Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy und Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch (beide SPÖ) beim Spatenstich.
  • Foto: StadtWien/Markus Wache

Neues Projekt des Wiener "Wohn-Baum-Programms" in der Donaustadt: Mit dem Spatenstich zum Projekt "Hertha am Wasser" startet am Steinspornweg 33 ein Leuchtturm-Vorhaben mit 70 Wohnungen. Es soll leistbares Wohnen, innovative Holzbauweise und ökologische Kreislaufwirtschaft verbinden.

WIEN/DONAUSTADT. Die neue Wohnanlage "Hertha am Wasser" am Steinspornweg 33 wird ein Teil des Wiener "Wohn-Baum-Programms" sein und stellt damit eine neue Generation von Wohnraum dar: In Holzbauweise wird ökologische Kreislaufwirtschaft mit leistbarem Wohnen verbunden, damit sollen im 22. Bezirk neue Maßstäbe für den Klimaschutz gesetzt werden.

Mit dem Spatenstich am Steinspornweg geben Stadt Wien und Bauträger Migra den symbolischen Startschuss für das Projekt "Hertha am Wasser". Die anderen Adressen zum dazugehörigen Paket B des "Wohn-Baum-Programms" sind die Donaustadtstraße 120 ebenfalls im 22. Bezirk, sowie die Leopoldauer Straße 132A in Floridsdorf. Insgesamt werden im Paket B rund 70 geförderte Wohnungen mit einer Gesamtfläche von rund 5.700 Quadratmetern gebaut, darunter 36 geförderte und 34 Smart-geförderte Wohnungen.

Intelligente Bauweise für das Klima

Das Projekt setzt auf ein intelligentes Baukastensystem von Hohensinn Architektur, das durch vorgefertigte Module besonders effizient arbeitet. Das sind die Eckpunkte:

  • Photovoltaikanlagen auf begrünten Dächern
  • Wärmepumpenversorgung mit Tiefensonden
  • Parkett und Altholz als wiederverwertete Materialien
  • Erdaushub-Nutzung direkt am eigenen Bauplatz
Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch und die beiden Migra-Geschäftsführer Alfred Petritz und Smajo Pasalic (v.l.). | Foto: StadtWien/Markus Wache
  • Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch und die beiden Migra-Geschäftsführer Alfred Petritz und Smajo Pasalic (v.l.).
  • Foto: StadtWien/Markus Wache

Der Neubau entsteht direkt am Schillerwasser und besteht aus fünf Einzelhäusern, die sich um Dorfplätze gruppieren, und vier kleineren Gemeinschaftshäusern. Die 1- bis 4-Zimmer-Wohnungen haben Freiflächen wie Balkone, Loggien, Terrassen oder Eigengärten. Durch zwei anmietbare Kleingewerbeflächen wird die Kombination von Arbeiten und Wohnen ermöglicht.

Heizung und Kühlung in einem

Das Baukastensystem basiert auf einer Holzrahmenbauweise mit vorgefertigten Raummodulen und Nasszellen. Dadurch verringert sich die Bauzeit und die Effizienz steigt. Für angenehmes Raumklima sorgt die Kombination aus Fußbodenheizung und Bauteilaktivierung, die im Sommer auch zur Kühlung dient. Das Warmwasser stellen dezentrale Wärmepumpen bereit.

„Durch den heutigen Spatenstich für das geförderte Holzbauprojekt ‚Hertha am Wasser‘ wird aufgezeigt, wie in unserer Stadt bei der Schaffung von leistbarem Wohnraum höchste ökologische Ansprüche und neue Technologien unter einem Dach vereint werden können", freut sich Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ). "Damit leistet der Wiener Wohnbau einmal mehr wertvolle Pionierarbeit und nimmt die Verantwortung als Vorreiterin in Sachen innovativer nachhaltiger und leistbarer Wohnbau wahr.“ 

Neben der Stadträtin war auch Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (SPÖ) beim Spatenstich. Gemeinschaftsgärten, Urban-Gardening, Werkstätten, Gartenküche und zentrale Aufenthalts- und Begegnungszonen bieten sich als Treffpunkte und Kommunikationsdrehscheibe an. Gleich ums Eck liegen die Erholungsgebiete Mühlwasser und Lobau.

"Digitaler Zwilling"

Beim Bauen stehen Energieeffizienz, Kreislaufwirtschaft und die Digitalisierung des Planungsprozesses über einen "digitalen Zwilling", also per Computersimulation, im Fokus. Als Teil des ersten Wiener "Wohn-Baum-Programms" zeigt das Bauprojekt, wie moderner Wohnbau in Holz- und Holz-Hybrid-Bauweise funktioniert: Es wird ökologisch und modular gebaut und bleibt dazu für breite Bevölkerungsschichten leistbar.

„‚Hertha‘ soll zeigen, dass geförderter Wohnbau gleichzeitig leistbar, architektonisch qualitätsvoll und ökologisch ambitioniert sein kann. Entscheidend ist dabei nicht eine einzelne technische Innovation, sondern das Zusammenspiel von Systematisierung, Materialeffizienz, Energie, Freiraum und sozialer Nachhaltigkeit“, so die Migra-Geschäftsführer Alfred Petritz und Smajo Pasalic.

Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch nahm den Spatenstich im Rahmen des Wiener "Wohn-Baum-Programms" vor. | Foto: StadtWien/Markus Wache
  • Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch nahm den Spatenstich im Rahmen des Wiener "Wohn-Baum-Programms" vor.
  • Foto: StadtWien/Markus Wache

„Im Rahmen des 1. Wiener Wohn-Baum-Programms werden mehrgeschoßige, geförderte Wohnbauten in Holz- und Holz-Hybrid-Bauweise mit höchsten Energiestandards umgesetzt. Dadurch liefern wir innovative Ansätze, um klimafreundliche und kreislaufwirtschaftliche Prinzipien im Wohnbau nachhaltig zu implementieren“, so Gregor Puscher vom Wohnfonds Wien.

Die Fertigstellung von "Hertha" am Steinspornweg 33 ist im zweiten Quartal 2028 geplant.

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