Seecarré im Norden
Seestadt-Bauten müssen auf fertige Stadtstraße warten

Die Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) für die Seestadt sieht nämlich vor, dass im Norden erst gebaut werden darf, wenn das Gebiet an die Stadtstraße und die S1-Spange angebunden ist. | Foto: Wien 3420
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  • Die Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) für die Seestadt sieht nämlich vor, dass im Norden erst gebaut werden darf, wenn das Gebiet an die Stadtstraße und die S1-Spange angebunden ist.
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Die Seestadt hat ihre bauliche Halbzeit erreicht. Jetzt stehen neue Bauten im Norden an. Für diese gab es aber gewisse Hürden. Die Koppelung der Bauten an die Fertigstellung der Stadtstraße und der S1-Spange verzögert die Arbeiten.

WIEN/DONAUSTADT. Die Seestadt wächst und wächst. Zehn Jahre nachdem die ersten Bewohnerinnen und Bewohner in den modernen Stadtteil gezogen sind, ist circa die Hälfte der Seestadt fertig.

Bei einem Pressegespräch mit unter anderem Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál (SPÖ) und Gerhard Schuster, Vorstandsvorsitzender der "Wien 3420 aspern Development AG", wurde das neue Wohnbauprojekt – Seecarré – im Norden der Seestadt vorgestellt.

Im Seecarré, das vor allem viel Grünraum auszeichnen soll, liegt der Fokus auf gefördertem und auch barrierefreiem Wohnraum sowie der Unterstützung von alleinerziehenden Elternteilen. Der Bauträgerwettbewerb dafür startet noch im November. 

Bau im Norden verzögert

Die Bauten im Norden brachten aber gewisse Hürden mit sich. Die Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) für die Seestadt sieht nämlich vor, dass im Norden erst gebaut werden darf, wenn das Gebiet an die Stadtstraße und die S1-Spange angebunden ist. "Das war damals Vorgabe der UVP und wenn man so viele Menschen an einen Ort bringt, wenn man ein Quartier so groß entwickelt, dann braucht das auch Zubringerstraßen", sagt Gaál.

Karl Gasta (Bezirksvorsteher-Stellvertreter Donaustadt, SPÖ), Kathrin Gaál (Stadträtin für Wohnbau, SPÖ), Gerhard Schuster (CEO Wien 3420 aspern Development AG), Cornelia Dlabaja (Stadtforscherin) und Dieter Groschopf (Geschäftsführer wohnfonds_wien; v.l.n.r.) stellten ein neues Wohnbauprojekt in der Seestadt vor. | Foto: Luise Schmid/MeinBezirk
  • Karl Gasta (Bezirksvorsteher-Stellvertreter Donaustadt, SPÖ), Kathrin Gaál (Stadträtin für Wohnbau, SPÖ), Gerhard Schuster (CEO Wien 3420 aspern Development AG), Cornelia Dlabaja (Stadtforscherin) und Dieter Groschopf (Geschäftsführer wohnfonds_wien; v.l.n.r.) stellten ein neues Wohnbauprojekt in der Seestadt vor.
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Dem Wohnbau stand aber diese Vorgabe im Weg. Die Stadtstraße ist zwar derzeit schon in Bau, wann es die S1-Spange Seestadt geben wird, ist aber unklar. Die Entwicklungsgesellschaft Wien 3420 aspern hat jedoch Änderungsanträge für das UVP-Verfahren eingebracht. "Diese sind mittlerweile auch zu unseren Gunsten entschieden worden und mit dieser Entscheidung können jetzt eine ganze Reihe an Projekten im Norden schon gebaut werden", führt Schuster aus.

Stadtstraße 2026 fertig

Die Anschlussstelle West der Stadtstraße soll bis Ende 2026 fertig sein, dann kann auch mit dem Bau des Seecarré begonnen werden. Die restlichen Bauten im Norden sind dann aber wiederum an die Fertigstellung der S1-Spange gekoppelt.

Die Anschlussstelle West der Stadtstraße soll bis Ende 2026 fertig sein, dann kann auch mit dem Bau des Seecarré begonnen werden.  | Foto: Luise Schmid/MeinBezirk
  • Die Anschlussstelle West der Stadtstraße soll bis Ende 2026 fertig sein, dann kann auch mit dem Bau des Seecarré begonnen werden.
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Die fehlende Straßenanbindung lässt auch die Wirtschaft der Seestadt etwas hinterherhinken. Zur Halbzeit der Seestadt war das Schaffen von 10.000 Arbeitsplätzen geplant, bisher sind es aber nur 5.000. Der neue Teil soll laut Schuster aber etwas Abhilfe verschaffen: "Zum Beispiel soll auch von der M48 ein Recyclinghof und Mistplatz geschaffen werden oder auch andere gewerbliche Nutzungen werden jetzt angegangen. Aber das ist auch nur ein kleinerer Teil und weitere große Ansiedlungen werden sicher erst dann kommen, wenn dieses gesamte Straßennetz verkehrsfrei gegeben ist."

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