Familypark: EU-Geld effizient eingesetzt

EU-Luftballone im Familypark: Die Förderungen der Europäischen Union haben sich ausgezahlt.
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ST. MARGARETHEN (ft). Mit dem Beitritt Österreichs zur EU im Jahr 1995 erhielt das Burgenland als wirtschaftlich schwache Region EU-Förderungen, die bei der Entwicklung des Landes helfen sollten. Allein bis 2006 wurden 985 Millionen Euro an Förderungen für Unternehmen im Burgenland vergeben. Dazu kamen von 2007 bis 2013 weitere 444 Millionen Euro. In Summe gab es also rund 1,5 Milliarden Euro an Förderungen von der EU. Als ein Best-Practice Bespiel für effizient eingesetzte EU-Förderungen gilt der Familypark in St. Margarethen. 

2,3 Millionen von der EU

Knapp 19 Millionen Euro investierte der Freizeitpark von 2013 bis 2017 – diese Investitionen wurden mit rund 2,3 Millionen Euro von der EU sowie 0,6 Millionen Euro vom Land subventioniert. Wie die Ergebnisse einer heuer veröffentlichten Studie des Beraternetzwerkes "Kreutzer Fischer & Partner" im Auftrag des Regionalmanagements Burgenland (RMB) verraten, hat sich diese Förderung mehr als ausgezahlt. 

"Performance beeindruckend"

Die Performance des Freizeitparks sei beeindruckend: "Innerhalb von vier Jahren konnten die Anzahl der Eintritte um 50%, die Erlöse um 67% und die Anzahl der Beschäftigten um nahezu 100% erhöht werden. Im Jahr 2017 wurden zudem um 53% mehr Steuern abgeliefert als vier Jahr davor. Insgesamt betrug die Steuerleistung im Untersuchungszeitraum 13,8 Millionen", heißt es in der Studie. Konkret konnte der Familypark im Vorjahr 207.000 Eintritte mehr als 2013 verzeichnen sowie 87 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, so dass heute 176 Arbeitnehmer im 145.000 m² großen Areal beschäftigt sind. Außerdem sichere der Freizeitpark auch indirekt 129 Arbeitsplätze im Burgenland ab.

"Hohes Cross-Selling-Potential"

Von dem starken Anstieg der Besucherzahlen profitieren natürlich auch Gastronomie- sowie Tourismusbetriebe in der Umgebung – fast alle Gäste nutzen den Besuch des Familyparks auch für weitere Aktivitäten: 35% gaben in einer Befragung an, einen Heurigen oder ein Restaurant in der Umgebung zu besuchen. 25% nutzen zudem den Familypark-Besuch für einen Ausflug zum Neusiedlersee, wo wiederum 7% eine Schiffsrundfahrt und 5% eine Weinverkostung unternehmen. Auch Übernachtungen (17%), der Einkauf von Lebensmitteln (15%) sowie weitere Ausflüge in der Region (16%) wurden in der Befragung angegeben. 

"Förderbilanz klar positiv"

RMB-Geschäftsführer Harald Horvath: „ Die Förderbilanz ist bereits nach wenigen Jahren klar positiv. Einer Subvention von knapp 2,9 Millionen Euro stehen bereits wenige Jahre danach ein volkswirtschaftlicher Nutzen von 10,5 Millionen gegenüber. Der volkswirtschaftliche Nettobeitrag liegt daher bereits heute bei 7,6 Millionen Euro. Der Familypark zählt wahrscheinlich zu den erfolgreichsten EU-Förderprojekten im Burgenland.“

EU-Luftballone im Familypark: Die Förderungen der Europäischen Union haben sich ausgezahlt.
Erfreut über die Erfolgsbilanz: Unternehmerfamilie Mario und Ulrike Müller, LH Hans Niessl, LR MMag. Alexander Petschnig und RMB-Geschäftsführer Mag. Harald Horvath

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