16.04.2018, 10:07 Uhr

Wenn die Nerven verrückt spielen

Täglicher Alkoholkonsum sollte vermieden werden. (Foto: MEV)

Mini Med-Vortrag: Diabetes und Alkohol sind die größten Risikofaktoren

EISENSTADT. Michael Frattner von der Abteilung für Neurologie im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt hat die Mini Med-Studierenden am Dienstag, 10. April 2018 über Ursachen, Diagnose und Therapie des äußerst komplexen Krankheitsbildes der „Neuropathie“ informiert.
Von einer Polyneuropathie, also einer Schädigung mehrerer peripherer Nerven sind etwa 900.000 ÖsterreicherInnen betroffen. Die beiden häufigsten Ursachen einer Polyneuropathie stellen Diabetes mellitus sowie Alkoholkonsum dar. Weitere Ursachen können unter anderem Stoffwechselkrankheiten, Infektionserkrankungen, Erbkrankheiten, Mangelernährung, Toxin- oder Medikamentennebenwirkungen sein. Michael Frattner: „Bei gut 20 Prozent der Patienten bleibt die Ursache jedoch unklar.“

Mehr als 500 mögliche Ursachen

„Im Zuge einer Polyneuropathie können motorische, sensible sowie autonome Nerven betroffen sein, wichtig ist es, eine Diagnose der Grunderkrankung zu stellen, weiters sollte eine effektive Schmerztherapie möglichst frühzeitig begonnen werden“, erklärt Michael Frattner.
Diabetes mellitus stellt die häufigste Ursache einer Polyneuropathie dar. Bei der Erkrankung vom Typ II („Altersdiabetes"), sollte in der alltäglichen Ernährung ein besonderes Augenmerk auf fett- und zuckerärmere Nahrungsmittel und Getränke gelegt werden.
Platz zwei im Ranking der größten Risikofaktoren ist übermäßiger Alkoholkonsum. „Der tägliche Konsum sollte unbedingte vermieden werden“, so Michael Frattner, zwei bis drei Tage pro Woche sollten alkoholfrei bleiben.„Unter strikter Abstinenz jedoch eine gute Erholung möglich“, so der Mediziner Weitere Informationen zum Thema: www.minimed.at
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