28.11.2016, 10:16 Uhr

Den Hausarzt im Burgenland erhalten: ÖVP fordert 20 Stipendien für künftige Landärzte!

„Wir wollen die ärztliche Versorgung im Burgenland sichern!“, betont ÖVP-Klubobmann Christian Sagartz. „Lang genug hat die SPÖ beim drohenden Ärztemangel weggeschaut. Um den Hausarzt zu erhalten fordern wir 20 Stipendien für künftige Landärzte.“

Im Burgenland gibt es derzeit 234 Kassenärzte und 286 Wahlärzte, 75 Prozent davon sind Fachärzte. Es gibt bereits jetzt große Schwierigkeiten bei Nachbesetzungen von allgemeinmedizinischen Kassenstellen im ländlichen Raum. Experten warnen vor einer Verschärfung der Situation durch die große Zahl der bevorstehenden Pensionierungen.

„Das Land sollte Stipendien vergeben. An diese Stipendien wäre dann die Verpflichtung verknüpft, fünf Jahre als Arzt im Burgenland zu arbeiten“, erklärt Christian Sagartz. Pro Jahr sollen 20 Stipendien für Jung-Ärzte seitens des Landes ausgeschrieben werden. Hauptstoßrichtung der Volkspartei Burgenland bleibt, den Standort Burgenland für Ärzte so attraktiv zu machen, dass sie im Land bleiben!

Die Medizin-Ausbildung in Österreich ist hervorragend. „Leider bleibt nur ein Teil der jährlich rund 900 Medizin-Absolventen im Land. Wir müssen daher die Attraktivität des Standorts erhöhen“, appelliert der ÖVP-Klubobmann: „Gefordert ist nun die Landesregierung, um bessere Rahmenbedingungen für Jungärzte zu schaffen. Denn wir müssen den Hausarzt als erste Anlaufstelle flächendeckend im Burgenland erhalten! Leider hat die rot-blaue Landesregierung bislang tatenlos zugeschaut, während in immer mehr Regionen des Landes Ärzte fehlen. Das Land muss die Möglichkeiten für Gruppenpraxen erleichtern, Arzt-Arzt-Anstellungen ermöglichen und Förderungen für neu niedergelassene Ärzte beschließen. Beim drohenden Ärztemangel darf sich Rot-Blau nicht länger wegducken!“
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