04.11.2016, 08:56 Uhr

Steiner zur missglückten Privatisierung der Sonnentherme: Rot-blauer Zick-Zack-Kurs schadet dem Land

Thomas Steiner

Die rot-blaue Landesregierung hat die Privatisierung der Sonnentherme Lutzmannsburg abgeblasen. Die Volkspartei Burgenland kritisiert diesen Zick-Zack-Kurs als Ausdruck von Planlosigkeit und Unfähigkeit, eine erfolgreiche Wirtschaftspolitik auf den Weg zu bringen.

„Das nun vorliegende Ergebnis bestätigt die rot-blaue Planlosigkeit. Die Ausschreibung wurde konzeptlos und stümperhaft durchgeführt“, kritisiert ÖVP-Landesparteiobmann Thomas Steiner.

„Das Argument, die Therme nun doch nicht verkaufen zu wollen, weil sich die Wirtschaftsdaten zum Positiven entwickelt haben, zeugt von mangelhaftem Wirtschaftsverständnis der rot-blauen Landesregierung, denn gerade in diesem Fall wäre mit höheren Verkaufserlösen zu rechnen“, erläutert Steiner.

Intransparenter und unprofessioneller Vorgang


Noch vor wenigen Wochen hat der von Rotblau installierte „Burgenland Konzern“-Chef Hans Peter Rucker mitgeteilt, es gäbe eine Reihe von Interessenten für den Kauf der Therme. Doch bevor es ein offizielles Ergebnis seitens der Landesholding gibt, verkünden Landeshauptmann Nießl und Landesrat Petschnig den Stopp der Privatisierung. „Aus Sicht der Volkspartei mangelt es nicht nur an einem klaren Konzept, sondern auch an Transparenz im gesamten Verfahren. Wir verlangen die Offenlegung der bisherigen Vorgänge in diesem missglückten Privatisierungsprozess.“

Berlakovich: Region Mittelburgenland stärken


Bereits vor dem geplanten Verkauf hat die Volkspartei eingefordert, in die Therme zu investieren, anstatt eine überstürzte Privatisierung zu forcieren. „Viel zu lange sind keine Entscheidungen getroffen und dringend notwendige Investitionen laufend verschoben worden. Die Tourismuspolitik der rot-blauen Landesregierung ist offensichtlich konzeptlos. Einmal heißt es Privatisierung Ja, dann wieder Nein – Tourismus braucht jedoch Kontinuität und Planungssicherheit“, bemängelt Bezirksparteiobmann Niki Berlakovich und bekräftigt gleichzeitig seine Forderung nach einem Zukunftskonzept unter Einbindung aller Beteiligten.
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