Abtbenediktion durch Bischof
Klaus Sonnleitner in St. Florian feierlich zum Abt geweiht
- Diözesanbischof Manfred Scheuer überreichte dem neuen Propst Klaus Sonnleitner die Ordensregel sowie die Insignien seines Amtes: Ring, Mitra und Stab.
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Am 6. Februar wurde Klaus Sonnleitner von seinen Mitbrüdern im Stift St. Florian zum 58. Propst und 20. Lateranensischen Abt gewählt und steht seither der Klostergemeinschaft vor. Nun empfing er die Abtbenediktion durch Diözesanbischof Manfred Scheuer.
ST. FLORIAN. Am Sonntag, 16. März, versammelten sich über 750 Gäste zur Feier der Abtbenediktion in der Stiftsbasilika St. Florian, die von den St. Florianer Sängerknaben musikalisch gestaltet wurde. Im Rahmen der Weihe sprach Diözesanbischof Manfred Scheuer das Segensgebet und überreichte dem neuen Propst Klaus Sonnleitner die Ordensregel sowie die Insignien seines Amtes: Ring, Mitra und Stab.
Viele Ehrengäste anwesend
In den Reihen der Ehrengäste waren unter anderem Landeshauptmann Thomas Stelzer, Landeshauptmann a. D. Josef Pühringer, die Landtagsabgeordneten Renate Heitz und Herwig Mahr aus der Politik. Unter den zahlreichen anwesenden Pröpsten, Äbten, Oberinnen, Schwestern und Vertreter der Geistlichkeit nahmen Generalvikar em. Univ.-Prof. Severin Lederhilger OPraem und der Hochmeister des Deutschen Ordens Frank Bayard an der Abtbenediktion teil. Im Anschluss fand die Agape im Seminartrakt des Augustiner-Chorherrenstiftes statt.
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"Wir sind uns das Zahnweh neidig"
In seiner Predigt meinte Bischof Manfred Scheuer: "Klaus Sonnleitner hat mir gesagt, dass er nach der Wahl zum Propst von St. Florian viel Wohlwollen und Unterstützung gespürt hat. Im Rahmen eines Bürgermeistertreffens bei einer Dekanatsvisitation, an dem Klaus Sonnleitner teilnahm, hat einer der Bürgermeister gemeint, dass sich die Leute untereinander nichts gönnen. 'Wir sind uns sogar das Zahnweh neidig', so die Einschätzung. Wir sind uns das Zahnweh neidig, weil wir uns die Anteilnahme daran nicht gönnen. – Demgegenüber steht die Haltung des Wohlwollens, die der heilige Augustinus [Ordensvater der Augustiner-Chorherren] als zentrale Tugend betonte. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Skepsis gegenüber Religion ist Wohlwollen entscheidend – in der Kirche wie im Dialog mit Andersdenkenden."
"Dass ich jetzt dieser Gemeinschaft und dem Stift vorstehen darf, ist schön und herausfordernd, erfüllend und verantwortungsvoll."
- Propst Klaus Sonnleitner
Propst Sonnleitner hob in seiner Rede die Dankbarkeit für Familie, Wegbegleiter und die Gemeinschaft des Stiftes St. Florian hervor. Der neue Vorsteher blickte auf seine geistliche und akademische Ausbildung zurück und würdigte die vielfältige Unterstützung durch Lehrer, Priester und Mitbrüder. Er hob die Bedeutung des Glaubens, der Tradition und der gemeinsamen Verantwortung hervor. Besondere Anerkennung gelte den Helfern und Unterstützern der Feier sowie der Kirchenmusik. Die Rede endete mit einem Dank und einem Aufruf zum gemeinsamen Weitergehen im Glauben.
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Das ist Sonnleitner
Propst Klaus Sonnleitner, geboren am 6. November 1970 in Bad Ischl, maturierte an der Handelsakademie und studierte am Mozarteum in Salzburg. Auf den Eintritt in die Gemeinschaft der Augustiner-Chorherren in St. Florian im Jahr 1997 folgte 2002 die Priesterweihe. Propst Klaus Sonnleitner wirkte die vergangenen Jahre als Stiftsorganist, Stiftskantor, Musikarchivar und Gastmeister. Als Seelsorger war er in den Pfarren Attnang, Vöcklabruck, Ebelsberg, St. Gotthard, Walding und Herzogsdorf tätig. In seiner Funktion als Organist begleitete er die St. Florianer Sängerknaben zuletzt bei zahlreichen Konzerten.
Die Augustiner-Chorherren
Der Orden der Augustiner-Chorherren geht zurück auf den heiligen Augustinus, der als Bischof von Hippo Regius im heutigen Algerien Anfang des 5. Jahrhunderts mit den Priestern seiner Bischofsstadt ein gemeinsames Leben geführt hat, um den seelsorglichen Dienst mit einem klösterlichen Leben zu verbinden.
Das im 8. Jh. erstmals schriftlich erwähnte Kloster über dem Grab des Märtyrers Florian (+ 304) erlitt bei den Einfällen der Awaren und Ungarn schwere Schäden. 1071 reformierte Bischof Altmann von Passau das Klosterleben und restaurierte Kirche und Klostergebäude. 1686 erfolgte die Grundsteinlegung für die neue Stiftsbasilika, die zu den eindrucksvollsten Raumschöpfungen des österreichischen Barock zählt. 1751 fand das ehrgeizige Neubauprojekt nach 66-jähriger Bauzeit sein Ende. Das Stift St. Florian zählt zu den eindrucksvollsten Barockanlagen Österreichs.
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