17.09.2014, 10:08 Uhr

Eine kleine Kirche für den blinden Andreas

v.li.: Pfarrer Franz Brandstetter (St.Pantaleon-Erla), Dekan Manuel Sattelberger, Ulrike Stross, Andreas Stross, Dechant Johann Zarl und Pfarrer Herbert Reisinger. (Foto: eg)
ST. PANTALEON-ERLA (eg). Es war ein berührender, ergreifender und vor allem aber auch ein unheimlich freudiger und motivierender Nachmittag zu dem der fast achtzehnjährige Andreas Stross, er feiert im Oktober seinen Geburtstag, und seine Familie eingeladen haben. Andreas ist von Geburt an blind und sein größter Wunsch war es eine eigene Kapelle zu haben. Viele Helfer und Sponsoren haben es möglich gemacht und für Andreas eine Kapelle, besser gesagt eine kleine Kirche im Garten seiner Eltern gebaut. Dechant Johann Zarl, der Andreas nicht nur sehr gut kennt sondern auch eine ganz besondere Beziehung zu dem blinden Jungen hat, konnte am vergangenen Samstag mit vielen Gästen, unter ihnen auch Bürgermeister Rudolf Bscheid, Diakon Manuel Stattlberger und drei weitere Pfarrern aus der Umgebung sowie mit den benachbarten Ordensschwestern von Kamel die Kapelle, die dem heiligen Franziskus gewidmet ist, einweihen. „Andreas kann zwar nicht mit den Augen aber dafür umso besser mit dem Herzen sehen und das können wir von ihm lernen“ meint Dechant Zarl in seiner Predigt. Mama Ulli Stross, die Andreas mit unheimlich viel Liebe und Geduld seit seiner Geburt begleitet konnte die Tränen der Freude kaum zurückhalten. „Diese Kapelle bedeutet für Andreas sehr viel, es war einfach ein Herzenswunsch von ihm und ich bin sehr dankbar dass wir ihm diesen Wunsch, dank der vielen Helfer und Sponsoren, erfüllen konnten“ sagt sie glücklich. Andreas hat eine besondere Verbindung zur Kirche, er hat nicht nur bis jetzt über neunhundert Kirchenführer gesammelt sondern er liest und gestaltet für sich selbst auch immer wieder Gottesdienste. Dafür liest ihm seine Mama auch die Predigten von Dechant Johann Zarl, die im Internet stehen, vor.
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