18.09.2014, 18:57 Uhr

2.Teil etwas länger September Tipps von Gärtner Starkl

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Diese Orchidee hat zum 2. Mal im Juli geblüht bei mir
HECKEN



Hecken sind immer ein Thema! Egal ob ich einen Sichtschutz benötige, ob ich den Garten in Räume einteilen möchte, ob ich Beete begrenze oder Wege begleite, eine Hecke kann alle diese Aufgaben erfüllen. Es müssen nur die richtigen Pflanzen gewählt werden, die richtige Höhe ausgesucht und Entscheidungen getroffen werden wie: geschnitten oder natur, Nadel oder Laub, linear oder locker angeordnet………

Hat man sich einmal festgelegt, kann man mit dem pflanzen jetzt jederzeit beginnen. Wichtig ist, dass man den Boden vorbereitet, denn auch anspruchslose Pflanzen wie Hainbuche oder Liguster brauchen einen guten humosen Boden um schön zu wachsen und zu gedeihen. Sie kommen mit mageren Böden auch zurecht, aber dann sieht auch die Hecke magerer aus. Vor allem am Anfang soll man nicht an guter Erde und sinnvoller Düngung sparen.



Wir stellen vor:

Eibe - Taxus

Ich habe bewußt nur den Artennamen angegeben, da als Hecke die Gemeine Eibe - Taxus baccata, und die Säuleneibe – Taxus media ‚Hicksii‘ und Taxus media ‚Hillii‘ geeignet sind. Alle Eiben werden schon seit Jahrhunderten in Stifts- und Schlossgärten für Hecken und geschnittene Elemente verwendet, da sie extrem schnittverträglich sind und selbst grobe Schnittfehler problemlos verzeihen, indem sie an allen kahlen Stellen wieder neu durchtreiben und in kürzester Zeit wieder grün sind. Das Imponierende an dieser Pflanzengattung ist, dass sie trotzdem ein hohes Alter (einige hundert Jahre) und ungeschnitten auch über 1000 Jahre erreichen kann. Eiben haben rote Früchte, nur die Sorte ‚Hillii‘ ist fruchtlos.








BODENDECKER



Bodendecker decken jetzt ab, was Sie abdecken sollen. Sie sind eine echte Hilfe in unserem Garten, da diese Flächen, wenn sie schon zugewachsen sind, außer ein- bis zweimal düngen, kaum Pflege benötigen.

Nützen Sie diese Möglichkeit kleine Böschungen oder unzugängliche Flächen mit schönem Grün und zeitweiliger Blüte abzudecken. In unseren Gartencenter werden Sie von kompetenten Gärtnern betreut.

Wir stellen vor:
Zwergkranzspiere – Stephanadra incis ‚Crispa‘



Die Zwergkranzspiere zählt zu den Rosengewächsen und stammt aus Japan und Korea. Sie wächst mit weit ausladenden bogenförmigen Trieben, die am Boden aufliegen, wird 60cm bis 80cm hoch und bis zu 150cm breit. Die hellgrünen Blätter färben sich im Herbst in warme gelb-orange Töne, und im Juni und Juli bezaubert sie mit kleinen unscheinbaren aber gut duftenden Blüten. Die Stephanandra ist ein hervorragender Flächenbegrüner, verträgt Sonne bis Halbschatten und ist robust und unkompliziert. Einzig lange Trockenheit kann für diese Pflanze ein Problem werden, da muss man regelmäßig gießen.










GEMÜSE



Das Wichtigste im Gemüsegarten ist jetzt ernten, ernten und nochmals ernten.

Jedoch Kohlsprossen entwickeln sich jetzt erst richtig und dürfen bis zum ersten Frost reifen und natürlich können auch Lauch und Chicoree noch lange in den Beeten stehenbleiben.

Trotzdem sollen noch einige andere Arbeiten in Angriff genommen werden. Sobald im Gemüsebeet wieder Platz frei geworden ist, säen Sie Feldsalat aus. Ab Oktober kann er bereits geerntet werden. Wählen Sie robuste Sorten. Feldsalat wird am besten in Reihen ausgesät, so lässt er sich später leichter ernten.

Pflück- und Schnittsalate werden bis September noch angebaut. Dekorativ sieht ein Schachbrettmuster mit grünen und roten Salaten aus. Sehr ertragreich und für den Herbst zu empfehlen sind der grüne Pflücksalat "Grand Rapids" und der rotblättrige Petticoat-Salat "Lollo Rosso". Beide schmecken kräftig.

Säen Sie jetzt den Winterspinat aus und verteilen Sie den Samen 1 cm tief in Reihen mit einem Abstand von 20 cm. Ziehen Sie dann mit dem Rechen lockere Erde darüber, drücken Sie sie mit dem Rechenrücken fest und gießen Sie zum Schluss an.

Wenn Sie Knoblauch einlegen, dann stecken Sie die Zehen im Abstand von 15 x 20 cm in einen nährstoffreichen Boden. Knoblauch liebt einen sonnigen Standort. Am besten eignen sich Zehen aus dem heimischen Anbau. Auch die Brutzwiebeln, die sich in den Blütenständen bilden, können Sie für die Anzucht verwenden.

Den Wintersteckzwiebel gibt es auch schon in unseren Gartencentern.

Die abgeernteten Beete werden wieder fürs nächste Jahr vorbereitet.

Wenn Sie umstechen, holen Sie sich guten organischen Dünger wie Hornspäne, Rizinusschrot, Urgesteinsmehl und in Pellets gepressten Rinderdung und arbeiten ihn in den Boden ein. Schwere lehmige Böden sollen umgestochen werden, da sie dann auffrieren und von der Struktur leichter werden. Leichte Böden muss man nicht umstechen, da reicht oberflächiges aufrauen oder aufharken, was mit der Pendelharke hervorragend und spielerisch leicht geht.

So erhalten Sie den Boden gesund und Ihr Gemüse holt sich im nächsten Jahr die Kraft aus der Erde und wird besonders schmackhaft.





OBST



Bei Äpfel und Birnen steht die Ernte jetzt im Vordergrund. Diese können nach der Ernte oder erst im März geschnitten werden.



Zwetschken und Pflaumen bevorzugen einen Schnitt nach dem Abernten, können aber auch im März geschnitten werden. Sie werden ausgelichtet und wenn notwendig auch verjüngt.



Einzig und allein der Nussbaum soll jetzt, das heißt je nach Sorte nach dem Abfallen der Nüsse geschnitten werden.

Alle frühen Apfel- und Birnensorten sind schon geerntet. Das späte Lagerobst soll nicht abfallen sondern ab Mitte September je nach Sorte gepflückt werden.



Obstbäume, egal welche Sorte, tragen besser, reifen ordentlich aus und bleiben auch gesünder, wenn Sie jetzt im Herbst im Umfang der Krone den Boden mit Düngekalk düngen.



Gegen den Frostspanner beginnt man ab Mitte September den Stamm mit einem Leimring zu umspannen. Dieser verhindert, dass das flugunfähige Weibchen in die Krone klettert um sich dort befruchten zu lassen und ihre Eier in Rindenritzen und um Knospen herum zu legen. Der Frostspanner kann Obst- und anderen Bäumen erheblichen Schaden durch Blattfraß zufügen.



Mit dem Leimring haben Sie eine einfache und natürliche Möglichkeit die Vermehrung des Frostspanners zu verhindern. Der Leimring sollte wöchentlich kontrolliert werden, ob er auch dicht auf der Rinde aufsitzt, damit die Weibchen nicht unter dem Papier durchkriechen.



Im Frühjahr, vor dem Austrieb, soll man dann eine Austriebsspritzung vornehmen – nicht giftig - da es sich um Spritzmittel auf Paraffinölbasis oder Rapsölbasis handelt, die Eier und Larven, die in den Ritzen der Rinde überwintern mit einem Ölfilm umhüllen und diese darunter ersticken.






RASEN



Da der Rasen bei kühlerem Wetter viel weniger wächst, muss er natürlich auch weniger oft gemäht werden. Nutzen Sie die Zeit und verwöhnen Sie Ihren Rasen mit einem kalibetonten Spezialdünger.



Er erhöht die Winterhärte der Gräser und da dieser Dünger mit langanhaltendem Stickstoff angereichert ist, treibt Ihr Rasen im Frühjahr sofort saftig grün durch.



Auch alle organischen Rasendünger sind jetzt geeignet, da auch hier der Stickstoff zu 90% erst im Frühjahr, aber da dann zu dem Zeitpunkt, wenn ihn der Rasen benötigt, zu Verfügung steht.



Bei kleinen kahlen oder braunen Stellen die Sie gerne erneuern möchten ist jetzt im September ein guter Zeitpunkt um das Rasenpflaster der Firma Compo auszuprobieren.



Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass es hervorragend funktioniert und diese hässlichen Flecken verschwinden lässt.






WASSER im GARTEN



Noch ist der Teich eine Belebung für den Garten. Es tummeln sich noch die letzten Libellen um ihre Wassergräser, das Wasser ist wieder schön und klar, da die Nächte kühl sind und somit auch die Wassertemperatur gesunken ist. Im Sommer war es unter Tags am Teichrand oft zu heiß um gemütlich dort zu verweilen, aber jetzt ist es ein wahrer Genuss. Man investiert viel Zeit und Arbeit in dieses kleine oder größere Feuchtbiotop, genießen Sie dafür jetzt diese besonderen Septembertage am Rand ihres Teiches.



Doch wenn die ersten Herbststürme gehen, dann schnell das Laubschutznetz spannen oder mit dem Kescher die hineingefallenen Blätter herausfischen.





ZIMMERPFLANZEN



Im Garten werden die Tage kürzer, im Haus werden die Abende länger. Die Stunden, die man abends noch vor 3 Wochen im Garten verbracht hat, die genießt man jetzt schon wieder drinnen – daher unbedingt wieder einige frische Pflanzen ins Haus.



Die Auswahl an Zimmerpflanzen in unseren Gartencentern ist sehr groß. Orchideen, Saint-Paulien, Kalanchoen oder blühende Begonien sind das Grundsortiment, das mit Besonderheiten wie Medinilla, Gardenien, Indischen Veilchen, orange blühenden Calathen und verschiedenen anderen Sorten bereichert wird.



Zimmer-Zyklamen feiern wieder ein Comeback und sind momentan auch sehr dankbar. Noch werden sie mit der trockenen Heizungsluft nicht belastet, haben genug Licht, und wenn Sie einen kühlen, hellen aber trotzdem schattigen Standort finden, dann blühen diese beliebten Pflanzen bis zu 4 Monaten.



Aber auch das Südfenster ist ab dem Herbst wieder leichter mit Pflanzen voll zu stellen, da die Sonne schon tiefer steht und nicht mehr diese Hitze abstrahlt.



Für einige Pflanzen, die den Sommer draußen verbracht haben, wie manche Orchidee, oder der Hibiscus, einige Kakteen oder auch oftmals ein Ficus benjaminii, ist jetzt die Zeit gekommen wieder ihren Platz im Haus einzunehmen.


Q.www.starkl,at
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