Feldkirchen übt Krise
300 Einsatzkräfte trainierten den Ernstfall bei der ÖBB-Übung in Feldkirchen
- Foto: ÖA@BFK07
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Großübung mit der ÖBB in Feldkirchen: 300 Einsatzkräfte von 18 Freiwilligen Feuerwehren trainierten den Ernstfall.
FELDKIRCHEN. Bei den diesjährigen ÖBB-Übungen in Feldkirchen wurde einmal mehr die hohe Einsatzbereitschaft und Professionalität der Feuerwehren unter Beweis gestellt. Rund 300 Kameradinnen und Kameraden nahmen an den umfangreichen Übungen teil, die von der Feuerwehr Feldkirchen organisiert wurden.
Blaulichtorganisationen
Neben der Feuerwehrjugend, der Feuerwehreinsatzdrohne aus Poitschach und den 18 Feuerwehren aus dem Bezirk Feldkirchen beteiligte sich auch eine Feuerwehr aus dem Bezirk St. Veit und eine aus Villach Land. Ferner waren weitere Blaulichtorganisationen in die Übung eingebunden, darunter die Rettungsdienste Johanniter aus Patergassen und der Samariterbund aus Villach, die gemeinsam mit den Feuerwehren für einen reibungslosen Ablauf sorgten.
Einzigartig in Österreich
"Seit mittlerweile 15 Jahren wird diese besondere Übung in Feldkirchen veranstaltet", sagt Bezirkskommandant Werner Puggl. "In dieser Form gilt sie als einzigartig in Österreich und hat sich über die Jahre zu einem wichtigen Bestandteil der Aus- und Weiterbildung im Bereich von Bahnunfällen entwickelt. "Im Fokus standen heuer vier realitätsnahe Szenarien, die alle Einsatzkräfte forderten: Zum einen wurde ein schwerer Verkehrsunfall im Gleisbereich simuliert, bei dem mehrere Personen in ihren Fahrzeugen eingeschlossen waren. Präzises Arbeiten und rasche Koordination waren entscheidend, um eine sichere Rettung zu gewährleisten. Ein zweites Szenario stellte die Einsatzkräfte vor die Herausforderung eines stark verrauchten Personenzuges. Neben der unbekannten Lage der Verrauchung lag das Hauptaugenmerk auf der raschen Evakuierung der Fahrgäste unter schwierigen Bedingungen."
Gefährliche Stoffe
Besonders anspruchsvoll gestaltete sich die Übung rund um einen Kesselwagen mit gefährlichen Stoffen, aus dem Schadstoffe austraten, was den Einsatz von Chemikalienschutzanzug (CSA-Ausrüstung) zwingend erforderlich machte. "Hier waren spezielles Fachwissen, Schutzmaßnahmen und ein koordiniertes Vorgehen erforderlich, um die Gefahr für Mensch und Umwelt möglichst gering zu halten", so Puggl. Als viertes und letztes Szenario war die patientengerechte Rettung aus einem Führerhauses mittels Menschenrettung und Absturzsicherung (MRAS) und der Drehleiter aus Feldkirchen. "Diese Übungen zeigten einmal mehr, wie wichtig regelmäßiges Training unter möglichst realistischen Bedingungen ist. Gleichzeitig unterstrich sie die hervorragende Zusammenarbeit der beteiligten Einsatzorganisationen. Mit großem Engagement und hoher Professionalität bewiesen die Kameradinnen und die verschiedenen Blaulichtorganisationen, dass sie für den Ernstfall bestens vorbereitet sind."
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