Woche des Waldes
Klima-Regulation: Der Wald hilft

Diskutierten über Wald & Holz: Leopold Schnaubelt, Werner Mattersdorfer, LR Martin Gruber, Johannes Thurn-Valsassina, Wilfried Strasser, Christian Matitz, Johann Zöscher (v.li.)
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  • Diskutierten über Wald & Holz: Leopold Schnaubelt, Werner Mattersdorfer, LR Martin Gruber, Johannes Thurn-Valsassina, Wilfried Strasser, Christian Matitz, Johann Zöscher (v.li.)
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Anlässlich der Woche des Waldes wird auf die Funktion des Waldes zum Schutz des Klimas hingewiesen.

BEZIRK FELDKIRCHEN (fri). Der Wald bedeutet im ländlichen Raum nicht nur Einkommen oder Erholung, sondern er hat auch eine wichtige Schutzfunktion für Siedlungen, Straßen und Infrastruktur.

Holz-Kreislauf schließen

Um darauf aufmerksam zu machen, organisiert die Forstbranche seit Jahrzehnten die „Woche des Waldes“. Von 10. bis 16. Juni werden österreichweit unterschiedliche Aktionen umgesetzt, Kärnten beteiligt sich mit einem Walderlebnistag, der am 13. Juni in Hermagor stattfindet. Eine künftige Herausforderung ist der Klimawandel. Einen Teil der Lösung sieht der Präsident des Kärntner Forstvereins Johannes Thurn-Valsassina in einem geschlossenen Holz-Kreislauf.

Hoher Waldanteil im Bezirk

Der Wald im Bezirk Feldkirchen, das bestätigt Günther Flaschberger von der Forstinspektion der BH Feldkirchen, sei in gutem Zustand. "Unser Bezirk wurde großteils von Sturmschäden verschont und der kühle und feuchte Mai hat dafür gesorgt, dass die Käfer-Population bisher gering ist", sagt Flaschberger. Dennoch könne keineswegs Entwarnung gegeben werden. "Die derzeitigen Temperaturen begünstigen die Vermehrung. Daher sind wir auch regelmäßig in den Wäldern, kontrollieren und fordern bei Bedarf Forstwirte auf einzuschreiten." Grundsätzlich sei aber jeder Waldbesitzer selbst bemüht, den Wald gesund zu halten.

Wildzahlen im Visier

Zu schaffen würde dem Wald allerdings die hohe Wilddichte machen. "Wir haben drei Arten von Schalenwild bei uns und gerade Jungkulturen und natürliche Verjüngung sind stark von Verbiss- und Schälschaden betroffen", sagt Flaschberger. "Eiche und Tanne, die ein Fichtenersatz sein sollte, sind schwer unter Druck." Gemeinsam mit der Jägerschaft will man daher Maßnahmen treffen, die allen Beteiligten zugute kommen.
"Wir standen im Vorjahr bei den Rotwild-Abschusszahlen österreichweit an zweiter Stelle", sagt Bezirksjägermeister Andreas Zitterer. In Sirnitz wurde eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um gemeinsam Lösungsvorschläge zu erarbeiten. "Wir achten darauf, dass die Abschusspläne erfüllt werden und hoffen zugleich, dass es auch Verständnis für die Wildtiere gibt", so Zitterer. "Diese brauchen ihre Rückzugsorte, in denen Natur Natur sein darf."

Starkes Wachstum

Die Wertschöpfungskette Forst-Holz-Papier erbringt rund 20 Prozent der Kärntner Wirtschaftsleistung und beschäftigt vor allem im ländlichen Raum rund 25.000 Personen.
In Österreich fallen im Jahr rund 10 Millionen Kubikmeter Schnittholz an. Ca. 7 Millionen Kubikmeter werden im Inland verarbeitet.
Ein Viertel der Brettsperrholz-Produktion kommt aus Österreich. Weltweit gibt es starkes Wachstum in dieser Branche.
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Zahlen & Fakten

Grundsätzlich ist der Wald im Bezirk in gutem Zustand.
Zu hohe Wilddichte ist in Bezug auf natürliche Wiederaufforstung schlecht. Besonders Tanne und Eiche müssen gesondert geschützt werden (Verbiss- und Schälschäden).
Der Anteil der Buche steigt: Buche kann als Klimagewinner bezeichnet werden.
Tanne gilt als Fichtenersatz, ist aber unter Druck.

Waldfläche Bezirk Feldkirchen: ca. 63 Prozent der Gesamtfläche
Durchschnittliche Waldfläche pro Land- & Forstbetrieb: ca. 18 Hektar

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