13.06.2017, 20:00 Uhr

Russische Eiskunstläufer sorgen für Eis im Juli!

In der Ossiachersee Halle werden in den ersten Juliwochen russische Eiskunstläufer drei Mal am Tag trainieren (Foto: Friessnegg)

Eissaison in der Ossiachersee Halle startet früher. Grund: Russische Eiskunstläufer trainieren!

STEINDORF (stp). Weil sich eine Truppe russischer Eiskunstläufer ankündigte, wird es heuer schon Anfang Juli Eis in der Ossiachersee Halle in Steindorf geben. Das bestätigt Michael Löschnig, Verantwortlicher für die Vermietung der Eisfläche, der WOCHE.

Sommerbetrieb ab Juli

"Etwa 20 Eiskunstläufer aus Russland werden ab 5. Juli für ca. zwei Wochen hier trainieren. Anschließend beginnt auch gleich der Sommerbetrieb für die heimischen Vereine bzw. Hockeycamps von außerhalb", so Löschnig.
Warum die Russen sich ausgerechnet für Steindorf als Trainingsstätte entschieden haben, klingt schon fast zu banal. "Im letzten Winter war eine russische Familie während eines Skiurlaubes in Bodensdorf zu Gast. Dabei haben sie auch die Halle genutzt und waren von den Trainingsmöglichkeiten und dem Umfeld hier begeistert", erzählt Löschnig.

Wenig später hätten diese auch schon um Trainingseinheiten im Sommer angefragt. Übernachten werden die ca. 20 Sportler verschiedenster Altersklassen und ihre Betreuer beim Urbaniwirt in Bodensdorf. Über genaue Kosten der Miete für die knapp zwei Wochen kann Löschnig zwar keine Auskunft geben, eine kurze Rechnung lässt aber einen ordentlichen Betrag vermuten: Die Hallenmiete für eine Stunde kostet laut Tarif 120 Euro. Die Russinnen werden drei Mal täglich für eineinhalb Stunden trainieren.

Großes Interesse für die Eisfläche

Für die Betreiber der Halle stellt diese Angelegenheit eher einen Vorteil als ein Problem dar, wie Löschnig erklärt: "Wir haben im Prinzip den gleichen Aufwand und die gleichen Kosten wie einen Monat später. Der positive Nebeneffekt ist, dass auch heimische Vereine oder Veranstalter von Hockeycamps schon früher in die Halle können." Das Interesse, die Halle schon am Abend nach den Eiskunstläuferinnen zu nutzen, sei bereits groß.

Die Anforderungen für internationale Spiele sind derzeit zwar noch nicht gegeben, Gedanken die Halle dementsprechend aufzurüsten gibt es aber bereits, wie Löschnig mitteilt: "Um den Bestimmungen der IIHF gerecht zu werden, bräuchten wir anstatt des Netzes über den Banden noch eine Glasumrahmung. Dann wären auch internationale Turniere in der Halle möglich." Die Kosten würden etwa 25.000 Euro betragen.
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