04.11.2016, 07:00 Uhr

Trinkwasser wird wieder teurer

Mit 1. Jänner 2017 wird der Preis für das Wasser in Feldkirchen um drei Prozent erhöht. Ein Kubikmeter kostet 3,04 Euro

Eine dreiprozentige Erhöhung des Wasserpreises wurde bei der letzten Gemeinderatssitzung in Feldkirchen beschlossen.

FELDKIRCHEN (fri). Mehrheitlich und ohne viele Diskussionen hätte man den Beschluss den Wasserpreis mit 1. Jänner 2017 um drei Prozent zu erhöhen bei der letzten Gemeinderatssitzung gefasst, so Wasserreferent Vzbgm. Siegfried Huber (ÖVP). Der Kubikmeter Wasser würde ab 1. Jänner dann 3,04 Euro kosten. Die Kanalgebühr mit 2,96 Euro pro Kubikmeter bleibt gleich.


Hohe Rückzahlung

"Dieser Schritt war aus mehreren Gründen notwendig", legt Huber Argumente auf den Tisch. "Zum ersten sind wir von der Kärntner Landesregierung nachdrücklich angehalten worden die Erhöhung durchzuführen, zum anderen müssen wir einen Schuldenberg im Wasserhaushalt von über 17 Millionen Euro abbauen. Das darf man nicht auf die lange Bank schieben, sondern muss rasch handeln, um nicht noch weitere Löcher aufzureißen." Große Projekte, die vor der Realisierung stehen – wie der Kreisverkehr, die Erschließung von Widmungsflächen sowie der Bau des Rückhaltebeckens in Powirtschach – würden zudem in nächster Zeit hohen Kapitalaufwand erfordern. "Wir zahlen jährlich über eine Million Euro zurück, daher musste diese Maßnahme gesetzt werden", so der Wasserreferent. "Dass der Beschluss mehrheitlich gefasst wurde zeigt, dass die Vernunft gesiegt hat und die Kommunikation innerhalb der Fraktionen funktioniert. Wir sitzen alle in einem Boot und wollen sehr bald Land in Sicht haben."


Hochwasserschutz

Klare Ziele wurden auch im Bereich des weiteren Hochwasserschutzes definiert. "Priorität hat das Rückhaltebecken in Powirtschach", bestätigt Huber einen weiteren Beschluss. "Das Wasserbauamt kann mit der Planung beginnen. Wir werden unser Projekt umsetzen und nicht mehr auf eine Gesamtlösung mit Himmelberg warten. Nach dem Tiebelausbau im Stadtbereich ist das jetzt die logische Konsequenz." Seit Jahren wird versucht eine gemeinsame Lösung mit Himmelberg zu erzielen, um für Krisensituationen gerüstet zu sein. Bisher scheiterte das Vorhaben an Himmelberger Grundeigentümern, die ihre Flächen nicht hergeben wollen.


Lage entschärfen

Weitere bauliche Schutzmaßnahmen sind in St. Ulrich sowie entlang der Glan geplant. "Wir wissen, dass es auch dort immer wieder zu gefährlichen Hochwasser-Situationen kommt. Handlungsbedarf ist in jedem Fall gegeben", sagt der Wasserreferent. Große Niederschlagsmengen, wie sie immer häufiger zu beobachten seien, würden für eine Zuspitzung der Lage sorgen und Sicherheitsvorkehrungen erfordern.
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