02.10.2014, 10:25 Uhr

Business Frühstücks der Raiffeisen Landesbank Kärnten

Beim Business-Frühstück: Walter Jarz (McDonalds), Alex Napetschnig (MAK Holz), Peter Brezinschek (Raiffeisen Research), Peter Gauper (Raiffeisen Landesbank Kärnten), (v.li.) (Foto: RLB Kärnten)
KLAGENFURT. Im Rahmen des Business Frühstücks der Raiffeisen Landesbank Kärnten plauderte Peter Brezinschek über den Reformbedarf und die Gründe für ein länger anhaltendes niedriges Zinsniveau in Europa.

„Die Konjunkturlage lässt sich mit dem heurigen Wetter vergleichen: Auf Sonnenschein folgt wieder Regen.“ Mit diesen Worten eröffnete Peter Gauper am 1. Oktober 2014 das Business Frühstück. Der Vorstandssprecher der Raiffeisen Landesbank Kärnten hatte aber gleich eine positive Nachricht parat. Mit den Zins- und Währungsprognosen erhalten die Unternehmer eine wichtige Orientierung für ihre Unternehmensplanung.

Transparenz führt zum Unternehmenserfolg


Gauper kritisierte die überzogene Regulierungswelle für Banken und empfiehlt den Unternehmen: „Betreiben Sie uns gegenüber eine aktive und offene Kommunikation. Erst die Transparenz seitens der Betriebe ermögliche eine optimale Betreuung seitens der Bank.“ Dass die aktuelle Betreuung qualitativ hochwertig ist, zeigt auch der Recommender Award, mit dem die Raiffeisen Landesbank Kärnten für ihre Kundenorientierung ausgezeichnet wurde.

Nachbarländer machen Sorgen

Dass Reformen unbedingt notwendig sind, unterstrich Brezinschek anhand des Bruttoinlandsprodukts, das in Österreich heuer nur um 0,8 Prozent steigen wird, in Deutschland hingegen um 1,5 Prozent. Auch die Prognosen für 2015 und 2016 deuten auf ähnliche Unterschiede hin. Es gehe aber auch anders: Einstige Sorgenkinder wie Spanien oder Irland überholen Österreich im BIP-Wachstum. Leider gelte dieser Aufwärtsschwung nicht für Slowenien und Italien. Für unsere Nachbarländer sowie Kroatien und Serbien sieht Brezinschek im kommenden Jahr keine Verbesserung. Daher gelte es, auf andere Märkte auszuweichen.

Euro schwächelt, Finanzierungen bleiben günstig


China und Indien würden weiter wachsen (7 bzw. 6,5 Prozent BIP-Wachstum pro Jahr) und auch die USA erlebten eine sanfte Konjunktur. Deshalb erwartet Brezinschek in den Vereinigten Staaten eine Leitzinserhöhung – im Gegensatz zu Europa. Sein Tipp: „Finanzierungen bleiben im kommenden Jahr extrem günstig. Erst Ende 2016 könnte Bewegung in die Zinspolitik Europas kommen.“ Der Chefanalyst rät außerdem zu Unternehmensanleihen, „weil aktuell billiges Geld fast auf der Straße liegt“. Worauf Betriebe allerdings achten sollten, sind die Währungskurse. Im zweiten Quartal 2015 könnte der Euro-Dollar-Kurs von aktuell 1,26 auf 1,15 sinken. Die Preise für Rohstoffe und Energie dürften demnach steigen. Der Wechselkurs zum Schweizer Franken sollte hingegen konstant bleiben. Brezinschek rechnet erst ab dem zweiten Quartal mit einer Konjunkturerholung. „Aber nur, wenn die Regierung ihre Hausaufgaben wie Lohnnebenkostensenkung tatsächlich umsetzt.“

Passend zu den Wirtschaftsprognosen präsentierte Walter Jarz ein reichhaltiges amerikanisches Frühstück. Bestens informiert wurden beim Business-Frühstück
Peter Gauper, Vorstandsprecher Raiffeisen Landesbank Kärnten, Alex Napetschnig, MAK Holz, Walter Jarz, Mc Donalds, Kurt Gasser, Gasser & Partner, Claudia Mischensky, Industriellenvereinigung Kärnten, Klaus-Peter Kronlechner, Spartenobmann WKK Gewerbe und Handwerk, Richard Polessnig, Kärntnerland
Mag. Manfred Pontasch, Pöschl & Partner, Werner Stein, Notar Stein und
Rudolf Grünanger, GF Landwirtschaftliche Genossenschaft.
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