Boccia
Freistädter fahren zu den Special Olympics World Games

Gemeinsam mit ihrem Trainer Gottfried Alberndorfer (l.) reisen Jakob Kreindl (r.) und Erik-Marc Schirmer zu den World Games nach Berlin. | Foto: Special Olympics Austria
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Für Erik-Marc Schirmer und Jakob Kreindl von der Lebenshilfe Werkstätte Freistadt geht es zu den Special Olympics World Games in Berlin.

FREISTADT, UNTERWEISSENBACH. Vom 17. bis 25. Juni ist es wieder so weit: Die Special Olympics World Games gehen über die Bühne. Austragungsort der weltweit größten Sportveranstaltung für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung und Mehrfachbeeinträchtigung ist heuer die deutsche Hauptstadt Berlin. Auch die Lebenshilfe-Werkstätte Freistadt ist mit zwei Sportlern vertreten: Jakob Kreindl aus Unterweißenbach und Erik-Marc Schirmer aus Haibach im Mühlkreis (Bezirk Urfahr-Umgebung) werden bei ihrem internationalen Debüt in der Disziplin Boccia antreten.

Konzentration, Geduld und Taktik

Boccia ist eine italienische Kugelsportart. Dabei wird die eigene Kugel möglichst nah an eine kleinere Zielkugel gesetzt. Gegnerische Kugeln heißt es aus der Zielnähe zu schießen. Besonders Konzentration, Geduld und Taktik sind bei dieser Sportart gefragt. Auch auf eine gute Augen-Hand-Koordination kommt es an. Trainiert werden Schirmer und Kreindl von Gottfried Alberndorfer. Das Boccia-Team der Lebenshilfe Freistadt übt grundsätzlich einmal in der Woche. Bei Schlechtwetter dürfen die Sportler die Stockhalle in Leopoldschlag nutzen. Im Sommer werden der Sportplatz in Leopoldschlag oder der Marianumsportplatz in Freistadt zum Treffpunkt für die Kugelsportart.

Auf Bedürfnisse angepasst

Die Trainings in den Wochen vor dem großem Showdown in Berlin stimmen Gottfried Alberndorfer höchst optimistisch:

"Wenn Erik und Jakob bei den die Special Olympics World Games in Berlin genauso spielen wie in den letzten Trainingseinheiten, dann ist alles möglich."

Alberndorfer passt das Boccia-Training auf die Bedürfnisse seiner beiden Spieler umfassend an. Er setzt Ziele, aber auch Grenzen und achtet darauf, die Sportler nicht zu überfordern.

Zwei konkrete Ziele

Für die World Games hat der Trainer für seine Sportler zwei konkrete Ziele vor Augen. "Ich wünsche mir zum einen, dass Erik und Jakob bei den Spielen in Berlin ihr Können zeigen und das, was wir im Training gelernt haben, gut umsetzen", sagt Alberndorfer.

"Genauso wichtig ist es uns aber, das Publikum für den Boccia-Sport zu begeistern. Jeder, der Erik und Jakob bei den die Special Olympics World Games in Berlin zusieht, soll Lust darauf bekommen, selbst Boccia zu spielen. Mit dieser Einstellung und diesen realistischen Zielen fahren wir nach Deutschland",

fügt der motivierte Trainer hinzu. Erik-Marc Schirmer und Jakob Kreindl fiebern der Veranstaltung mit Freude entgegen.

Einen Platz in der Gesellschaft haben

Die Lebenshilfe Österreich setzt sich dafür ein, Menschen mit intellektuellen Beeinträchtigungen im politischen und sozialen Umfeld zu integrieren. Alleine in Oberösterreich gibt es mehr als 30 Standorte, an denen es Menschen mit Beeinträchtigung ermöglicht wird, ein Arbeits- und Beschäftigungsangebot zu finden, das an ihre Ansprüche und Fähigkeiten angepasst ist. Im Bezirk Freistadt bestehen zwei Werkstätten – in Unterweißenbach und in Freistadt. Die beiden Einrichtungen sind ein wesentlicher Bestandteil im Bezirk geworden. Produkte, die in den Lebenshilfe-Werkstätten gefertigt werden, kann man in einigen Geschäften in der Region käuflich erwerben.

Special Olympics 2023

Alle Berichte und Informationen zum Event findest du auf unserer Themenseite!

Gemeinsam mit ihrem Trainer Gottfried Alberndorfer (l.) reisen Jakob Kreindl (r.) und Erik-Marc Schirmer zu den World Games nach Berlin. | Foto: Special Olympics Austria
Jakob Kreindl | Foto: Special Olympics Austria
Erik-Marc Schirmer | Foto: Special Olympics Austria
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