Michael Lengauer
Traum vom Hattrick zerschellte an Wasserdurchlauf
- Michael Lengauers Traum vom Jännerrallye-Hattrick zerschellte an einem Wasserdurchlauf auf der Sonderprüfung 11 in St. Oswald.
- Foto: Jännerrallye/Harald Illmer
- hochgeladen von Roland Wolf
Der Fluch ist gebrochen! Beim zehnten Start gelang Simon Wagner der erste Sieg bei der Jännerrallye. Der 32-jährige Unterweitersdorfer lieferte sich ein Duell auf höchstem Niveau mit dem 31-jährigen Neumarkter Michael Lengauer.
UNTERWEITERSDORF, NEUMARKT. Für Simon Wagner und Beifahrerin Hanna Ostlender hätte es wohl keinen besseren Start in das neue Jahr geben können. „Die Jännerrallye ist immer etwas Besonderes, und hier zu gewinnen, fühlt sich unheimlich gut an“, sagt der fünffache Rallyestaatsmeister. „Wir sind nahezu fehlerfrei geblieben, haben unser Ding konstant durchgezogen. Dass wir zudem auch noch die Powerstage so überlegen gewinnen konnten, verdeutlicht, was in uns steckt und ist einfach fantastisch.“
Auf der Felge über die Ziellinie
Fehlerfrei – mit diesem Prädikat war Wagners schärfster Konkurrent Michael Lengauer, Sieger der Jännerrallye 2024 und 2025, dieses Mal nicht gesegnet. An beiden Tagen passierten ihm jeweils auf den ersten Sonderprüfungen Missgeschicke. Am gravierendsten: Auf der SP 11 (St. Oswald) touchierte Lengauer mit dem linken Vorderreifen einen Wasserdurchlauf. „Wir haben kurz überlegt, ob wir den Reifen gleich wechseln oder weiterfahren sollen“, sagt Lengauer. Gemeinsam mit seinem Beifahrer Jürgen Rausch entschloss er sich zu Zweiterem. Auf der Felge brachte er den Wagen schließlich über die Ziellinie.
„Simon hat Sieg verdient“
Damit war allerdings klar: Es wird für „Lengi“ keinen Jännerrallye-Hattrick geben. „Für uns galt es, Platz zwei vor Mads Ostberg und Hermann Neubauer abzusichern.“ Mit letztem Einsatz ist dieses Vorhaben geglückt. „Heuer war die Qualität noch höher als bei früheren Rallyes“, sagt Lengauer, dessen Glückwünsche in die Nachbargemeinde Unterweitersdorf gehen: „Simon hat einen super Job gemacht. Er hat sich den Sieg mehr als verdient.“ Mit Platz zwei ist Lengauer dennoch sehr zufrieden: „Es ist schließlich keine Selbstverständlichkeit, vor Topfahrern wie Mads Ostberg, Hermann Neubauer oder Romet Jürgenson zu landen.“
Ziel: Alle Läufe bestreiten
„Lengis“ großes Ziel ist es heuer, die komplette Staatsmeisterschaft zu bestreiten. Die Starts im Rebenland (13./14. März) und im Lavanttal (10./11. April) sind bereits fixiert. Der Rest (Judenburg, Weiz und Krumbach) steht noch in den Sternen. „Das ist alles abhängig von Sponsoren“, sagt Lengauer. „Ohne sie geht gar nichts“.
⇨ Österreichische Rallyestaatsmeisterschaft
⇨ Endlich! Simon Wagner besiegt den „Jänner“-Fluch (04.01.2026)
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