Nahversorgung unter Druck
Förderungen und Kooperationen sollen helfen
- Im Gespräch mit Andreas Hager, Bezirksstellenobmann der Wirtschaftskammer Niederösterreich in Gänserndorf, wurde deutlich, wie sehr die Nahversorgung unter Druck steht – aber auch, welche Chancen Förderungen, Kooperationen und regionaler Zusammenhalt für die Zukunft bieten.
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Im Gespräch mit Andreas Hager, Bezirksstellenobmann der Wirtschaftskammer Niederösterreich in Gänserndorf, wurde deutlich, wie sehr die Nahversorgung unter Druck steht – aber auch, welche Chancen Förderungen, Kooperationen und regionaler Zusammenhalt für die Zukunft bieten.
GÄNSERNDORF. Die Nahversorgung steht auch im Bezirk Gänserndorf vor großen Herausforderungen. Nach schwierigen Jahren mit hohen Energiekosten, Fachkräftemangel und dem wachsenden Druck durch den Onlinehandel sind viele Betriebe gefordert, neue Wege zu gehen. Während es in Ballungszentren oft leichter ist, kämpfen kleinere Gemeinden stärker mit den Veränderungen. Betroffen ist nicht nur der Lebensmitteleinzelhandel, sondern ebenso Gastronomie und Dienstleister.
Wandel im Konsumverhalten
Besonders spürbar ist die Veränderung des Kaufverhaltens: Teuerungen und das bequeme Online-Angebot beeinflussen die Entscheidungen der Konsumenten. Dennoch zeigt sich der Bezirk robust – die Arbeitslosigkeit bleibt vergleichsweise stabil. Zwar gibt es keine großen Aufschwünge, aber auch in Konjunkturtälern fällt Gänserndorf nicht so tief wie andere Regionen.
Unterstützung durch Förderungen
Um die Nahversorgung zu stärken, bietet die Wirtschaftskammer NÖ gemeinsam mit dem Land NÖ konkrete Unterstützungen. Mit einem Fördertopf von 3,6 Millionen Euro wurden bereits rund 1.280 Projekte unterstützt. Finanziert werden etwa Marketingmaßnahmen, Beratungsleistungen und fachliches Know-how. Unter dem Motto „Ich kauf lokal“ setzt die WKNÖ zudem verstärkt auf Sichtbarkeit über soziale Medien und rückt regionale Betriebe ins Rampenlicht.
Zukunft durch Kooperationen
Ein Blick in die Zukunft zeigt: Gerade in kleineren Gemeinden werden Kooperationen zwischen Betrieben und Gemeinden an Bedeutung gewinnen. Dort, wo es für private Unternehmer schwierig ist, übernehmen Gemeinden Verantwortung oder unterstützen direkt. „In einer guten Gemeinschaft kann man alles lösen“, betont Bezirksstellenobmann Andreas Hager.
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