Spargelbilanz 2026
Marchfelder Ernte überzeugt

Werner Magoschitz & Markus Brandenstein vom Verein Marchfeldspargel ziehen Bilanz.  | Foto: Verein Genuss Region Marchfeldspargel g.g.A.
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Die Spargelsaison 2026 ist beendet – und die Marchfelder Spargelbauern ziehen eine überwiegend positive Bilanz.

MARCHFELD. Erntemenge und Qualität lagen auf dem Niveau des Vorjahres, die Nachfrage nach regionalem Spargel blieb stabil. Gleichzeitig wächst jedoch der Druck durch günstige Importware und steigende Produktionskosten.

„Die Saison 2026 ist insgesamt zufriedenstellend verlaufen. Die Erträge und die Qualität stimmen, gleichzeitig sehen wir aber auch, dass die Rahmenbedingungen für die heimischen Produzenten anspruchsvoller werden“, sagt Werner Magoschitz, Obmann des Vereins Marchfeldspargel g.g.A.

Auf rund 400 Hektar Anbaufläche produzieren die Mitgliedsbetriebe des Vereins mehr als die Hälfte des österreichischen Spargels. Der Marchfeldspargel trägt seit 1996 das EU-Gütesiegel „geschützte geografische Angabe“ (g.g.A.) und zählt zu den strengsten kontrollierten Lebensmitteln Europas.

Konkurrenz aus dem Ausland

Sorgen bereitet den Produzenten vor allem die Konkurrenz durch Importware. Obwohl während der heimischen Saison ausreichend regionaler Spargel verfügbar sei, werde weiterhin viel Ware aus dem Ausland angeboten – oft zu deutlich niedrigeren Preisen.

„Wir stehen klar hinter den hohen österreichischen Standards. Sie garantieren Qualität, Nachhaltigkeit und Transparenz. Gleichzeitig braucht es faire Rahmenbedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, betont Magoschitz. Österreichische Betriebe investieren laufend in nachhaltige Bewirtschaftung, Biodiversität, moderne Produktionstechnik und faire Arbeitsbedingungen – Faktoren, die sich auch in den Produktionskosten widerspiegeln.

Blick nach vorne

Der Verein arbeitet bereits an einer Strategie für die kommenden Jahre. Ziel ist es, die Marktposition des Marchfeldspargels weiter auszubauen und die Bedeutung regionaler Lebensmittel noch stärker ins Bewusstsein der Konsumenten zu rücken. Gleichzeitig stehen Themen wie Klimaanpassung, Ressourcenschonung und nachhaltige Anbaumethoden im Fokus.

„Die Zukunft des Marchfeldspargels entscheidet sich nicht nur am Feld, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Unser Ziel ist es, die Rahmenbedingungen für die heimischen Produzenten weiter zu verbessern und die Bedeutung regionaler Lebensmittel nachhaltig zu sichern“, so Magoschitz.

Zum Abschluss der Saison bedankt sich der Verein bei den Konsumentinnen und Konsumenten, den Partnern aus Handel und Gastronomie sowie den mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf den Mitgliedsbetrieben. Denn eines habe auch die Saison 2026 gezeigt: Regionalität und nachvollziehbare Herkunft bleiben für viele Menschen wichtige Kaufargumente.

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