Sicherheitstipps
Verhalten bei Sturm und Hochwasser entscheidend für Sicherheit
- Rattendorf unter Wasser beim letzten Hochwasser 2018
- Foto: Bfkdo Hermagor
- hochgeladen von Conny Lexe
Stürme und Starkregen nehmen zu – das Land Kärnten erinnert mit klaren Verhaltensregeln daran, wie schnell aus Wetter Gefahr werden kann und wie wichtig richtige Vorbereitung ist.
HERMAGOR. Das Land Kärnten betont, dass bei aufziehendem Sturm vor allem der Aufenthalt in geschlossenen Gebäuden entscheidend ist. Fenster, Türen und Rollläden sollen konsequent geschlossen bleiben, während lose Gegenstände wie Gartenmöbel, Fahrräder oder Spielgeräte rechtzeitig gesichert oder ins Haus gebracht werden. Auch Haustiere sollten nicht im Freien bleiben. Besonders wichtig ist die Vorsorge rund ums Haus: Dach und Kamin sollten regelmäßig kontrolliert, morsche Bäume zurückgeschnitten und Befestigungen von Antennen oder Blitzschutz überprüft werden. Während eines Sturms gilt besondere Vorsicht im Freien, da herabfallende Äste, Ziegel oder sogar Stromleitungen lebensgefährlich sein können.
Gefahr durch Böen und richtige Vorbereitung
Gefährlich sind laut den Sicherheitsinformationen vor allem kurzzeitige, starke Windspitzen. Diese Böen können deutlich stärker sein als der allgemeine Wind und ungesicherte Gegenstände leicht in gefährliche Geschosse verwandeln. Deshalb wird empfohlen, Wetterwarnungen ernst zu nehmen und rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen. Markisen und Jalousien sollen eingefahren, Fahrzeuge möglichst geschützt abgestellt und offene Flächen gemieden werden. „Wetterwarnungen und behördliche Informationen beachten“, heißt es dazu in den Empfehlungen des Landes.
Hochwasser: Rückzug in sichere Bereiche
Bei Überflutungen steht der Selbstschutz im Vordergrund. Betroffene sollen sich in höher gelegene Räume begeben und Keller sowie Tiefgaragen unbedingt meiden – dort besteht akute Lebensgefahr. Wichtig ist außerdem, elektrische Geräte auszustecken und im Ernstfall die Hauptsicherung zu deaktivieren. Überflutete Straßen dürfen nicht befahren werden, da auch scheinbar sichere Wege schnell gefährlich werden können. Den Anweisungen von Einsatzkräften und Behörden ist unbedingt Folge zu leisten.
Vorbereitung als wichtigste Schutzmaßnahme
Bereits vor einem möglichen Hochwasser empfiehlt das Land Kärnten, Notgepäck, wichtige Dokumente und Vorräte bereitzuhalten. Ebenso sollen gefährdete Räume freigeräumt und empfindliche Gegenstände erhöht gelagert werden. Rückstauklappen, Entwässerungssysteme und Dachrinnen sollten regelmäßig überprüft und von Laub befreit werden. Heizöl-Tanks müssen gegen Auftrieb gesichert sein, während Gas, Wasser und Strom im Ernstfall abgedreht werden sollen.
Verantwortung und Aufmerksamkeit im Ernstfall
Sowohl bei Sturm als auch bei Hochwasser gilt: Ruhe bewahren, Informationen laufend verfolgen und keine unnötigen Risiken eingehen. Zivilschutz-Signale, Radio- und Lautsprecherdurchsagen sind ernst zu nehmen. Besonders wichtig ist auch die Eigensicherung bei Hilfsversuchen. „Die Gewalt des Wassers nicht unterschätzen“, lautet eine zentrale Warnung der Sicherheitsinformation.
Notfallwissen kann Leben retten
Im Ernstfall zählt auch das richtige Alarmieren: Notrufnummern wie Feuerwehr, Rettung oder Bergrettung sollten bekannt sein. Bei jedem Notruf müssen Ort, Art des Geschehens, Anzahl der Betroffenen und die eigene Erreichbarkeit klar angegeben werden. So kann schnelle Hilfe gewährleistet werden – ein entscheidender Faktor bei Naturereignissen, die oft plötzlich und mit großer Wucht auftreten.
Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.