2,5 Millionen Euro sind 2017 im Bezirk Gmünd verbrannt

Gasthaus Hlava in Kleinpertholz: einer der Brände 2017.
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  • Gasthaus Hlava in Kleinpertholz: einer der Brände 2017.
  • Foto: Dangl
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BEZIRK (bt). Im Bezirk Gmünd wurden im Vorjahr knapp zweieinhalb Millionen Euro verbrannt - im wahrsten Sinne des Wortes. Denn wie aus der Niederösterreichischen Brandschadenstatistik hervorgeht, hat es 2017 56 Mal im Bezirk gebrannt. Dabei ist ein Schaden von 2.469.000 Euro entstanden.

Oft ist Unachtsamkeit schuld

Die hauptsächlichen Ursachen sind seit Jahren immer wieder die gleichen: Neben weniger beeinflussbaren Zündquellen wie elektrischer Energie oder Blitzschlägen sind immer häufiger auch Handlungen von Personen (mit)verantwortlich. Seien es der sorglose Umgang mit Zigaretten oder anderen Rauchwaren, die unsachgemäße Entsorgung heißer Asche aus Feuerstätten, die vielfach unterschätzte Gefahr bei Feuer- und Heißarbeiten oder auch die „vergessene“ Kerze. Mehr als die Hälfte, nämlich 30 der 56 Brände im Bezirk, traten im Privatbereich auf. Von den neun Brandtoten in Niederösterreich waren sechs auf diese genannten Zündquellen zurückzuführen. Mit einer Ausnahme fanden all diese Ereignisse in den eigenen vier Wänden statt. "Feuer ist grundsätzlich etwas Gutes – solange es der Mensch kontrolliert. Es ist daher der sorgsame Umgang mit offenem Feuer und mit den verschiedenen Zündquellen der erste Schritt, das Brandrisiko zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren. Für Haushalte schlage ich die Installation von Brandrauchmeldern und das Vorhandensein von geeigneten Handfeuerlöschgeräten vor", appelliert Gmünds Bezirksfeuerwehrkommandant Erich Dangl. Löschen mussten laut ihm am häufigsten die Freiwilligen Feuerwehren Gmünd, Schrems und Heidenreichstein.

16 Brände in der Landwirtschaft

Die zweitmeisten Brände - 16 an der Zahl - haben sich im landwirtschaftlichen Bereich ereignet. "Ein größeres Risiko ergibt sich im Sommer bedingt durch die Gewitterhäufigkeit mit Blitzeinschlag in landwirtschaftlich genutzten Gebäuden bzw. den verstärkten Dauereinsatz von Erntemaschinen bei sehr hohen Außentemperaturen", so Dangl, der Kurzschlüsse und Kabelbrände nennt.

Tipps zur Brandvermeidung

Das Bezirksfeuerwehrkommando Gmünd rät:

  • Töpfe und Pfannen am eingeschalteten Herd nicht unbeaufsichtigt lassen. Vorhandensein einer Löschdecke wird empfohlen.
  • Klären Sie Ihre Kinder frühzeitig über die Gefahren des Feuers auf, und erziehen Sie sie zum verantwortungsvollen Umgang.
  • Stellen Sie technische Geräte, die Hitze entwickeln, so auf, dass die Kühlung gewährleistet ist, und lassen Sie sie nicht unbeaufsichtigt.
  • Stecken Sie niemals mehrere Steckdosenleisten hintereinander, sie sind besonders anfällig für Überhitzungen.
  • Rauchen bzw. Feuermachen im Wald ist vor allem in den Sommermonaten brandgefährlich. Kein Rauchen beim Schwammerlsuchen.
  • Bei jeglichen Brandverdacht sofortige Information an die Feuerwehr über den Notruf 122.

Anzahl der Brände und Schadenssummen im Bezirk Gmünd nach Sparten

  • Landwirtschaft: 16 Brände - 634.000 €
  • Industrie: 2 Brände - 13.000 €
  • Gewerbe: 2 Brände - 802.000 €
  • Zivil: 30 Brände - 729.000 €
  • Sonstige: 6 Brände - 291.000 €
  • Gesamt: 56 Brände - 2.469.000 €
  • Niederösterreich: 2.077 Brände - 63.949.000 € - 74 Verletzte, 9 Tote

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