Landesausstellung 2022: "Sind keine Rivalen"

Eferding trifft auf Peuerbach: Die Stadtchefs Severin Mair und Wolfgang Oberlehner im BezirksRundschau-Interview.
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  • Eferding trifft auf Peuerbach: Die Stadtchefs Severin Mair und Wolfgang Oberlehner im BezirksRundschau-Interview.
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EFERDING, PEUERBACH (jmi). Sieht man sich die Ideen für die gemeinsame Landesausstellung an, will Peuerbach hoch hinaus, Eferding bleibt auf dem Boden. Die BezirksRundschau hat bei den beiden Bürgermeistern Severin Mair (Eferding) und Wolfgang Oberlehner (Peuerbach) nachgefragt.

Der Arbeitstitel heißt "Vom Mikrokosmos zum Makrokosmos" – was kann man sich darunter vorstellen?
Mair: Peuerbach wird sich Überirdischem, Eferding irdischen Dingen widmen. Wir feiern das 800-jährige Stadtjubiläum, zeigen die Entwicklung der Stadt.
Oberlehner: Peuerbach hat sich mit dem Thema "Astronomie, Astrologie, Magie" beworben. Diese Idee werden wir auch weiterhin verfolgen – mit Hinblick auf die Entwicklung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Ausstellung ist eine Chance, unsere Region zu präsentieren, aber auch die Gemeinden, die zwischen Peuerbach und Eferding liegen.

Was verbindet Eferding und Peuerbach?
Oberlehner: Ganz klar die Verbindung mit der LILO und der B129. Die beiden Städte sind außerdem Gemüseliebhaber (lacht). Zudem hat es zwischen Eferding und Peuerbach nie Reibereien gegeben.
Mair: Alleine die direkte Zugverbindung spielt schon eine große Rolle. Auch viele Peuerbacher pendeln täglich nach Eferding zu ihren Arbeitsstätten.

Apropos Reibereien: Im Vorfeld gab es bereits Diskussionen, dass nur eine Stadt die herrschende Rolle bei dem Projekt einnehmen kann ...

Mair: Peuerbach und Eferding sind zwei gleichberechtigte Partner, die miteinander die Landesausstellung bestreiten.
Oberlehner: Es geht nur mit vereinten Kräften. Die Ausstellung ist eine Chance für beide Städte gleichermaßen, sich zu präsentieren. Wir sind keine Rivalen. Wenn wir Konkurrenten wären und uns gegenseitig blockieren, ginge das sicher nicht. Nur wenn beide Städte gleichberechtigt sind, wird das ein Erfolg.

Was sind die Herausforderungen, die anstehen?

Oberlehner: Eine große Aufgabe ist, Gruppen und Vereine motivieren mitzumachen.
Mair: Auch der Regionalentwicklungsverband Eferding (REGEF) steht stark hinter dem Projekt. Ebenso ist das Gymnasium Dachsberg schon mit Schulprojekten zur Landesausstellung eingebunden. Wichtig ist, die Jugend einzubeziehen und ein Rahmenprogramm für Jung und Alt zu schaffen, damit es nicht nur museumslastig ist.
Welche Chance bietet die Landesausstellung?

Mair: Es ist eine Chance, die Infrastruktur und das Umfeld schön zu gestalten. So kann man Interessen wecken – auch über Grenzen hinaus.
Oberlehner: Nachhaltigkeit ist ein besonders wichtiges Thema: Räume nutzen, die da sind. Die Landesausstellung bietet eine Möglichkeit für neue Visionen und Ideen. Die Region soll dadurch belebt werden und auch nach der Ausstellung weiterwachsen.

Zur Sache: OÖ Landesausstellung

Die Oö. Landesausstellung fand erstmals 1965 in Linz und St. Florian statt. Seit 1974 wird sie jedes Jahr beziehungsweise alle zwei Jahre veranstaltet. In den Bezirken Grieskirchen und Eferding organisierte die Bezirkshauptstadt Grieskirchen im Jahr 2010 die Ausstellung zum Thema „Renaissance und Reformation“.

Eferding trifft auf Peuerbach: Die Stadtchefs Severin Mair und Wolfgang Oberlehner im BezirksRundschau-Interview.

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