08.02.2017, 08:43 Uhr

Valentinstag aus Sicht des Mannes

Der 14. Februar, jedes Jahr – und doch so schwer für einen Mann zu merken, ist der Valentinstag: der wohl undurchsichtigste und für uns Männer auch unverständlichste aller Jahrestage.
BEZRIKE (raa). Valentinstag? Das ist doch der mit den Blumen, oder? Wann war der nochmal, hmm? Tja, der Durchschnittsmann weiß ja nicht einmal den Hochzeitstag, wie sollte man sich dann auch noch an das Datum des Valentinstags erinnern? Wer hat den denn eigentlich erfunden? Wahrscheinlich so eine Erfindung der Blumenindustrie. Und überhaupt, was wollen wir Österreicher damit schon anfangen? Bei uns heißt es ja ohnehin: „Ned gschimpft is globt gnuag.“ Das wandeln wir Männer dann gern mal um in: „Nix gschenkt is globt gnuag.“ Aber woher kommt nun dieser ominöse Tag, der Männer immer wieder in nicht begreifliche Erklärungsnöte bringt?

Wohl aus Amerika?

Ja, wieder so was von den Amerikanern. Müssen wir denn jeden Schmarrn von denen übernehmen? – Das stimmt nur indirekt, denn ursprünglich stammt dieser Tag der Verliebten aus England. Dort wurden schon im 15. Jahrhundert Valentinspaare gebildet, die sich kleine Geschenke schickten. Auswanderer nahmen diesen Brauch dann mit nach Amerika. Von dort kam er schließlich nach dem Zweiten Weltkrieg nach Österreich. Die Bezirke Grieskirchen und Eferding waren damals ja von den US-Amerikanern besetzt, wie uns die Geschichte lehrt. Da hammas wieder! Erst schenken sie uns ihre Schokolade und dann den Zwist mit der Ehefrau. Aber liebe Männer, so weit muss es nicht kommen; man muss sich einfach nur mehr noch – neben dem Geburtstag der Gattin, dem Hochzeitstag, dem Namenstag der Schwiegermutter, dem Heiligen Abend, dem ersten Kuss, dem Tag des ersten Rendezvous und den Geburtsdaten der Kinder – den 14. Februar merken. Haha. Oder ihn als wiederkehrendes Ereignis im Kalender fett markieren.

Müssen es Blumen sein?

Die Floristen sind ja nicht blöd. Die wissen genau, dass der Mann, wenn überhaupt, nur einmal im Jahr ein Blumengeschäft betritt. Aber halten die uns Männer für so bescheuert, dass sie die Preise für diesen einen Tag gleich inflationär nach oben schrauben können? Eine Woche vorher kaufen, ist aber auch keine gute Idee. In der Regel sehen die Blumen dann, falls man den Tag nicht doch noch vergisst, nicht mehr so gut aus. Und zweitens müssten wir uns dann auch noch merken, wo wir sie vor der Holden versteckt haben. Plan B muss her. Gibt’s nicht auch Valentinskonfekt oder reicht eine Schachtel „merci“?

Zeit als schönstes Geschenk

Darüber freuen sich die Angebeteten sicher auch. Wichtiger als die Geschenke sind Aufmerksamkeiten, die nicht mal was kosten müssen. Im Grunde will die Frau ja nur, das man(n) weiß, wann der Tag ist. Ich denke, ich werde es mal probieren und meine Erfahrungen dann posten. Oder soll ich doch Blumen schenken? Und mich im Geschäft vor den anderen Männern lächerlich machen? Nein. Ich nutz einfach einen Blumenlieferservice, zum Beispiel. Ha, die werden das Datum ja dann wohl wissen. Ois easy. Na denn liebe Männerkollegen, häbby Valentin.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.