"Uhudlertheater" in Moschendorf: Eine literarische Uhudlermischung

Es ist kein leicht beschwingtes Sommertheater, das Christoph Krutzler, Martin Weinek und Elisabeth Kofler auf die Bühne bringen.
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  • hochgeladen von Martin Wurglits

Einem, der vom Uhudlergenuss schon etwas illuminiert ist, könnten jede Menge krause Gedanken im Kopf durcheinanderpurzeln: von Sonne, Mond und Planeten, von Kannibalen und ihrer Lieblingsspeise oder vom Weltuntergang, der jetzt bestimmt bald ganz sicher kommt.

Im "Uhudler-Landestheater", das sich heuer im Weinmuseum Moschendorf angesiedelt hat, formen sich diese Gedanken zu einer "promillenten Collage", wie es die Uhudler-Intendanten Christoph Krutzler und Martin Weinek ausdrücken. Texte aus der halben Weltliteratur fügen sich zu einer Szenen-Serie, deren manchmal bedrückender, manchmal hinterfotziger Inhalt durch alkoholbedingtes Augenzwinkern entschwert wird.

So werden Passagen von Rainer Maria Rilke, William Shakespeare, Jura Soyfer, Johann Wolfgang von Goethe, Johann Nestroy, Thomas Bernhard und Elfriede Jelinek zu einem Weltuntergangs-Szenario, dem man am besten in einer "Klinik unter Trauben" entflieht.

Neben Krutzler und Weinek schlüpfen Elisabeth Kofler und Wolfgang Preinsberger in diverseste Rollen, die um einen großen Weinbottich und am Rande eines überdimensionalen Weinfasses ihre Philosophien ausbreiten. Schließlich ist ja der "Trunk großer Beförderer guter Dinge", wie es Shakespeare in seinem "Macbeth" formulierte.

Regisseurin Andrea Hügli und Dramaturgin Eva Weinek schufen aus den unterschiedlichen Literaturquellen ein homogenes Ganzes. Die szenische Collage ergänzen Songs von Nena über Boris Bukowski und Udo Jürgens bis zu den Doors, zu denen die Band aus Joe Pinkl, Rainer Gartner und Bernhard Hackl die Begleitmusik intoniert.

Besondere Anerkennung fand die Leistung von Elisabeth Kofler, die sich das Rollen-Potpourri in nur zehn Tagen aneignen musste. Die ursprünglich für den weiblichen Part vorgesehene Petra Gumpold fiel unfallbedingt sehr kurzfristig aus.

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