450 Jahre Neuberg im Burgenland
Sie ist da! – Unsere Festschrift …
- Mitglieder der Kulturinitiative Neuberg und gleichzeitig auch Autorinnen und Autoren: Robert Novakovits, Arnold Boisits, Maria Kovacs, Manuela Schmidt, Renate Mercsanits, Karl Knor, Thomas Novoszel.
- hochgeladen von Karl Knor
...und sie wird am 25. Oktober in der VS Neuberg präsentiert! Was für ein spannendes Unternehmen! 20 Autorinnen und Autoren haben diese Festschrift verfasst, NeubergerInnen aus ganz unterschiedlichen Wirkungsbereichen und dankenswerterweise auch Autoren aus unseren Nachbargemeinden Güttenbach und St. Michael sind daran beteiligt, was uns sehr freut. Viele Neubergerinnen und Neuberger haben ihre privaten Fotos zur Verfügung gestellt, sie haben so zum Gelingen dieser Festschrift beigetragen. Mit dieser Festschrift ist ein sehr eindringlicher und multi-perspektivischer Blick, also ein Blick aus unterschiedlichen Richtungen, auf das Dorf, die Dorfgemeinschaft und die Dorfgeschichte möglich geworden. Sichtbar wird ein Dorf, das durch unterschiedliche Lebenskämpfe geprägt ist: Armut, Auswanderung, politische Umbrüche – Zerfall der Monarchie, zwei Weltkriege, NS–Herrschaft, Wiederaufbau – Modernisierung der Gesellschaft. Sichtbar wird auch die unermüdliche Willenskraft der Gemeinschaft nicht nur überleben zu wollen, sondern ihr Leben, ihre Existenz zu gestalten und ein gutes Leben für alle, vor allem für die nächste Generation möglich zu machen. Diese Festschrift erinnert an die erste urkundliche Erwähnung 1576 im Güssinger Urbar, also eine Erwähnung in einer Steuerliste, diese bestätigt die Existenz der angesiedelten kroatischen Familien unter dem Dorfnamen Ujhegy/Nowaghora. Neuberg-Bergen wird mit dem Weingebirge 1643 als Ujhegy hegy urkundlich erwähnt. Die gesamte Festschrift ist ein Spiegel unserer Mehrsprachigkeit so wie unseres unglaublichen kulturellen Reichtums in zwei Varianten: Neuberg-Dorf und Neuberg-Bergen. Die Autorinnen und Autoren schrieben als teilnehmende Beobachterinnen und Beobachter. Das heißt: Alle sind durch familiäre, kulturelle Teilhabe oder berufliche Beziehungen mit dem Dorf verbunden und beteiligt. Sie sind auch Töchter und Söhne bzw. Enkel und Enkelinnen jener Generationen, über die sie schreiben. Befangenheit schwingt mit. Das gilt es zu bedenken, gerade bei jenen Texten, die auch die schwierigen Begebenheiten erzählen. Die eigene Geschichte zu kennen bedeutet, die eigene Gegenwart besser zu verstehen: eine Gegenwart, die Wohlstand, Großzügigkeit und Gastfreundschaft verbindet, eine Gegenwart, die den Wert der Demokratie, der Menschenrechte und des Respektes so wie die Freude an der Verschiedenheit wertschätzt. Diese Festschrift zeigt auf, wie eine Dorfgemeinschaft mutig, hoffnungsstark und beherzt die eigene Zukunftsfähigkeit immer wieder neu gestaltet.
Mag.a Dr.in Renate Mercsanits
Termin: Enthüllung des Mahnmals am 25. Oktober 14.00 Uhr am Hauptplatz
Buchpräsentation am 25. Oktober anschließend in der Volksschule
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