Gnadenwald: Neuer Parkautomat als Aufreger

Gemeinde reagiert auf Kritik. Die neuen Parkplätze beim Einstieg in die Wanderwege (Walderalm und Hinterhorner Alm) erregten nach der Einführung die Gemüter.
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  • Gemeinde reagiert auf Kritik. Die neuen Parkplätze beim Einstieg in die Wanderwege (Walderalm und Hinterhorner Alm) erregten nach der Einführung die Gemüter.
  • hochgeladen von Agnes Czingulszki (acz)

GNADENWALD. Seit Neuestem erwartet die Wanderer in der Gemeinde Gnadenwald eine böse Überraschung. Für das Parken muss seit Anfang des Jahres gezahlt werden. Nicht nur bei den Wanderern, die aus den umliegenden Gemeinden anreisen, sorgt diese Maßnahme für Kopfschütteln. Auch die Anrainer und der Hüttenwirt der Walderalm bekommen die negativen Auswirkungen zu spüren. Anrainer beschweren sich, dass Besucher jetzt weiter entfernt parken müssen – nur nahe des Wanderweges wird der Parkraum bewirtschaftet – und es würden vermehrt Autos auf Privatgrund stehen. Einer von ihnen meint: "Wegen der vier bis fünf Wochenenden, an denen das Problem eklatant ist, über das ganze Jahr hinweg zu kassieren, ist übertrieben."

Stammgäste bleiben aus

Auch der Hüttenwirt der Walderalm hat weniger Gäste. Er meint auf Anfrage der BEZIRKSBLÄTTER: "Wir sind eine der wenigen Almen, die auch im Winter begehbar ist. In der kalten Jahreszeit besuchen uns viele Stammgäste. Für jene, die 2- bis 3-Mal die Woche heraufkommen, geht das schon ins Geld. Die sind sicherlich seltener geworden." Er versucht, auf eigene Kosten den Schaden zu minimieren und retourniert zwei Euro, wenn die Gäste bei ihm konsumieren. Er bemängelt jedoch die Preisgestaltung. Drei Euro müssen für fünf Stunden gezahlt werden, fünf Euro für den ganzen Tag. "Das ist mit dem Ursprungsgedanken, mit dem man auf den Berg geht, nicht vereinbar. Die Menschen mögen das nicht, wenn sie einen Zeitdruck haben." Dann fahren sie lieber gleich woanders hin, wo es nicht kompliziert ist.

Brauchen das Geld

Die Idee für die Parkraumbewirtschaftung stammt von der Gemeinde. Wie Bürgermeisterin Heidi Profeta erklärt: "Es gab viel zu wenig Parkraum, die Wanderer haben in den Hauseinfahrten oder auf den Feldern geparkt. Das konnten wir natürlich nicht einfach hinnehmen." Einer der neuen Parkplätze befindet sich beim Wastlhof, ein anderer bei der Fritzner Kreuzung. Weitere 70 Parkplätze werden direkt beim Eingang des Wanderweges auf gepachtetem Grund gebaut. "Hier fehlen noch die Genehmigungen", erklärt Profeta. Sie hofft drauf, dass sie bis Sommer eintreffen und der Parkplatz in Betrieb genommen werden kann. Gratis könne Gnadenwald den Parkraum nicht bewirtschaften: "Wir sind eine der finanzschwächsten Gemeinden. Wir müssen Parkgebühren einheben, sonst können wir uns solche Investitionen nicht leisten." Auf den Wunsch Krismers – die Gemeinde solle bei Konsum die zwei Euro selbst retournieren – antwortet sie: "Der Verkehrsausschuss muss sich das erst überlegen. Wir stehen der Idee aber kritisch gegenüber."

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