Der Minister mit dem Flügelhorn

Wird als Minister in Wien den Marsch blasen: Karlheinz Töchterle spielt bei der MK Telfes das 1. Flügelhorn.
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  • Wird als Minister in Wien den Marsch blasen: Karlheinz Töchterle spielt bei der MK Telfes das 1. Flügelhorn.
  • Foto: Michaela Mair
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Politisch aktiv war er bisher nur in seiner Heimatgemeinde Telfes im Stubai, er ist auch kein Mitglied der ÖVP, aber Töchterles fachliche Kompetenz, seine Handschlagqualität und die Referenzen des Geleisteten zählen doch mehr als ein Parteibuch.

Bezirksblätter: War die Berufung nach Wien für Sie überraschend und was hat Sie jetzt dazu bewogen, nachdem Sie 2010 ablehnten?
TÖCHTERLE:
„Es war einerseits überraschend, andererseits nicht, weil ich, wie erwähnt, schon 2010 im Gespräch war. Einen ‚Ruf‘ hatte ich damals aber nicht.“

BB: Was haben Sie als neuer Wissenschaftsminister vor zu bewegen? Gibt es bereits jetzt konkrete Ideen und Ziele?
TÖCHTERLE:
„Beatrix Karl hat einige Projekte begonnen, die weiterzuführen sind. Dazu kann ich derzeit nur meine grundsätzlichen Ziele fügen, nämlich die Stärkung und die Zukunftsfähigkeit der österreichischen Wissenschaft und Bildung.“

BB: Wie geht es mit der Uni Innsbruck weiter? Sie wurden ja von Universitätsrat und Senat einstimmig als Rektor wiederbestätigt.
TÖCHTERLE:
„Hier wird mein Stellvertreter Tilmann Märk die Geschäfte führen, das Rektorsamt muss aber neu ausgeschrieben werden.“

BB: Sie waren ja immer schon politisch interessiert und engagiert, jedoch nie für die ÖVP. Wie stehen Sie jetzt zur schwarzen Gesinnung, lässt sich das mit Ihrer Einstellung vereinbaren?
TÖCHTERLE:
„In vielen Bereichen, so auch in der Bildungspolitik, stehe ich den Positionen der ÖVP sehr nahe. Andererseits gibt es dort das erklärte Bemühen voranzukommen, und das geht ohnehin nur, wenn man offen für andere Argumente ist.“

BB: Wie geht es dem Natur- und Familienmenschen in der Großstadt Wien?
TÖCHTERLE:
„Wien hat viel Attraktivität, und ganz werde ich meinen Bergen ja nicht fernbleiben. Familie ist für mich das Wichtigste und auch meiner Musikkapelle Telfes möchte ich treu bleiben und so oft es geht mitspielen.“

BB: Sehen Sie mit den personellen Umstellungen eine Kursänderung in der ÖVP? Können Sie sich mit den Neuen in der ÖVP eine gute Zusammenarbeit vorstellen?
TÖCHTERLE:
„Mit Spindelegger verstehe ich mich sehr gut, da wird es keine Probleme geben. Ähnliches kann ich auch von den anderen, ‚Neuen‘ und ‚Alten‘, sagen.“

BB: Politiker stehen im Kreuzfeuer der Kritik und im Mittelpunkt der Öffentlichkeit, mehr als ein Rektor. Wie können Sie damit umgehen?
TÖCHTERLE:
„Eine gewisse Unempfindlichkeit wird nötig sein. Da mach ich mir aber keine großen Sorgen.“

Interview: Michaela Mair

Autor:

Sieghard Krabichler aus Tirol

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