02.09.2014, 13:13 Uhr

Imagestudie stimmt Bauernbund positiv

Bauernbunddirektor Peter Raggl, Tiroler Bauernbundobmann Josef Geisler und der Südtiroler Bauernbundobmann Leo Tiefenthaler.

Ansehen der Bauernschaft und Bewusstsein für regionale Produkte sind in der Bevölkerung groß

(kurt). Die Bauernbünde Tirol und Südtirol gaben eine gemeinsame, repräsentative Imagestudie bei IMAD in Auftrag. 500 Menschen nördlich und 500 Menschen südlich des Brenners wurden Fragen zu Lebensmittelproduktion, Tier- und Umweltschutz, Landschaftspflege, Kriterien beim Lebensmittelkauf und dem Ansehen von Bauern gestellt. Die Auswertung der Umfrage stimmt die Bauernvertreter positiv, vor allem nach den Diskussionen rund um die Agrargemeinschaften. So verzeichnete man beispielsweise bei der Frage nach dem Image der Tiroler Bauern, eine leichte Ansehenssteigerung von zwei Prozent seit 2008. 70, 4 Prozent der Befragten bewerteten das Image mit sehr gut und gut. Negativ ausgewirkt haben sich die Diskussionen rund um Agrargemeinschaften. Für Bauernbunddirektor Peter Raggl ist klar: "Von den Agrargemeinschaften bis hin zur Almflächenfeststellung wurde oft ein falsches Bild der Landwirtschaft erzeugt. Daran müssen wir jetzt arbeiten. Wir müssen unseren Bauern zeigen, dass sie selbst die besten Imageträger sind", sagte Raggl.

Regionalität sticht Bio

Erfreulich für die Bauernvertreter sind die positiven Bewertungen, wenn es um die heimischen Lebensmittel geht. "Regionalität sticht Bio in allen Lebensmittelkategorien", erklärt Bauernbundobmann LHStv. Josef Geisler. Bei Fleisch, Milch- und Milchprodukten, Obst und Gemüse wird das regionale Produkt bevorzugt. Für Jüngere Menschen werden biologische Lebensmittel zunehmend wichtiger. Auf den Preis achtet nur jeder Vierte. "Auch hier sind es die jungen Menschen, die zwar biologische Produkte bevorzugen. Diese sollten aber gleichzeitig auch günstig sein", sagt Geisler. Man müsse hier das Bewusstein vertiefen, dass man beste Produkte nicht zum Schleuderpreis bekommt, ortet Geisler hier Informationsdefizite.
Ebenfalls sehr wichtig sind den Befragten die Qualität von Lebensmitteln (für 95,2 Prozent sehr wichtig/wichtig), eine krisensichere Ernährung (91 Prozent sehr wichtig/wichtig) und eine gentechnikfreie Erzeugung (91,2 Prozent sehr wichtig/wichtig).
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