Bürgerbeteiligung
Stadt Wien legt klare Vorgaben für Postsportplatz fest

Die Stadt Wien hat klare Vorgaben für die Umgestaltung des Postsportareals beschlossen.
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Jetzt herrscht Klarheit! Die Stadt Wien hat genaue Rahmenbedingungen für die Nutzung des Postsportareals in Hernals definiert. Die Stadtentwicklungskommission hat im Dezember 2019 klare Vorgaben für eine zukünftige Nutzung beschlossen: die Sportnutzung muss erhalten bleiben, Grün- und Freiräume müssen erweitert und aufgewertet werden und die Bürger sollen aktiv in den Planungsprozess eingebunden werden.

HERNALS. Viele Anrainer werden durchatmen. Aufgrund der klaren Vorgaben der Stadt wird es nicht, wie befürchtet, zu einer massiven Verbauung des Postsportareals kommen. Vielmehr stehen Grünraum und Platz für Sport und Erholung im Mittelpunkt.

Sportstätte muss erhalten werden

Der Beschluss der Stadtentwicklungskommission verfolgt eine klare Linie. Der Postsportplatz muss in seiner jetzigen Funktion als Sportstätte garantiert erhalten bleiben. Alle derzeitigen Funktionen als Sportstätte sollen auch in Zukunft sichergestellt sein. Weitere Zielsetzungen sind eine Modernisierung der Anlage und eine Erweiterung des Angebotsspektrums, insbesondere die teilweise Öffnung der Sportstätte für die Allgemeinheit.

Die Sportflächen müssen erhalten werden.
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Grünräume, Freiräume und Bäume

Ziel ist, neue Grün- und Freiräume zu schaffen, bestehende Grünflächen werden aufgewertet und vernetzt. Der alte Baumbestand bleibt erhalten, Neupflanzungen müssen sicher gestellt sein. Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel müssen Teil des Gesamtkonzepts sein.

Verbesserte Zugänglichkeit

Um die Barrierewirkung des Areals zu verringern, soll es eine rad- und fußläufige Durchwegung und eine verbesserte Zugänglichkeit geben. Zudem muss ein angemessenes Stellplatzregulativ sichergestellt werden.

Eingeschränkter Wohnbau

Die von der Post AG angestrebte Wohnbebauung ist nur eingeschränkt auf dem derzeit gewidmeten Bauland und der versiegelten Parkplatzfläche im Randbereich denkbar. Die Gebäudehöhen orientieren sich an den im direkten Umfeld (Rosensteingasse) festgesetzten Bauklassen. Voraussetzung ist zudem, dass - neben den oben genannten - auch grundsätzliche Zielsetzungen der Stadt Wien eingehalten werden. Dabei geht es um die Umsetzung von gefördertem Wohnbau oder die Schaffung von technischer und sozialer Infrastruktur.

Erste Bürgerveranstaltung im Feber

Mitte Feber (Der genauer Zeitpunkt und Ort werden zeitgerecht bekannt gegeben.) wird die Wiener Stadtentwicklung zu einer ersten Bürgerveranstaltung einladen, in der die von der Stadtentwicklungskommission beschlossenen Vorgaben vorgestellt und mit den Bürgern diskutiert werden sollen.

Ziel ist, über zukünftige Rahmenbedingungen zu reden und gemeinsam die weitere Vorgangsweise zu definieren. Auch der Postsportverein soll eng in den Prozess eingebunden werden. Die Wünsche und die Interessen der Bürger sollen aufgenommen werden. Zudem soll es ab diesem Zeitpunkt für die Bürger regelmäßig Informationen über den Planungsstand und Möglichkeiten der Mitbestimmung geben.

STIMMEN ZUM POSTSPORTPLATZ:

Vizebürgermeisterin Birgit Hebein: "In einer wachsenden Stadt sind Grünraum und Platz für Erholung für alle Wienerinnen und Wiener wichtige Ressourcen, mit denen wir sorgsam umgehen müssen – besonders in Zeiten der Klimakrise. Das ist auch für die Entwicklung des Hernalser Postsportplatz prioritär. Damit das bestmöglich gelingt, ist mir der Dialog mit den Menschen im Grätzl besonders wichtig. Die Stadtentwicklungskommission hat deshalb einen umfassenden BürgerInnenbeteiligungsprozess sowie die Sicherung von grünen und öffentlich nutzbaren Flächen als Rahmenbedingungen für weitere mögliche Planungen festgelegt."

Bezirksvorsteherin Ilse Pfeffer: "Gerade vor dem Hintergrund des spürbaren Klimawandels sollten wir unser Augenmerk vermehrt darauflegen, neue Wohnbauten nicht maßlos zu errichten. Die sanfte Stadterneuerung und das behutsame Schaffen von neuem Wohnraum in der Stadt muss auch in einem guten Verhältnis zu Frei-, Grün- und Erholungsflächen stehen. Es ist wichtig beim Postsportplatz klare Rahmenbedingungen zu schaffen, die Anrainerinnen und Anrainer zu informieren und bestmöglich einzubinden."

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Autor:

Michael J. Payer aus Donaustadt

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