Öffentliche Verkehrsmittel am Land benutzen
Eine wahre Odysee

Stefan Karnholz und sein Sohn zusammen an der gewohnten Bushaltestelle in St. Andrä. | Foto: Müller
2Bilder
  • Stefan Karnholz und sein Sohn zusammen an der gewohnten Bushaltestelle in St. Andrä.
  • Foto: Müller
  • hochgeladen von Michaela Müller

Von einem Ort in den anderen mit öffentlichen Verkehrsmitteln? In ländlichen Gebieten ist das nicht immer einfach. Nutzen Sie Bahn und Bus – oder steigen Sie für jeden Weg in das Auto?

ST. ANDRÄ. "Mein Sohn geht in die erste Klasse der SMS Oberwöbling und wir wohnen in St. Andrä an der Traisen. Um öffentlich und somit umweltfreundlich in die Schule zu kommen, müssen die Kinder bei uns um 6:15 in den Bus einsteigen damit sie rechtzeitig um 7:20 in der Schule sind. Mit dem Auto dauert es nur 20 Minuten", erklärt Stefan Karnholz die schwierige Situation, mit der die Familie gerade umgeht. 
Von einem Ort zum anderen zu kommen, kann in Österreich oft etwas schwieriger werden, vor allem, wenn man kein Auto hat. Das öffentliche Netz ist zwar in den Ballungsräumen recht gut ausgebaut. Kommt man aber in entlegenere Gegenden, ändert sich das.

Klimabewusstsein?

Und dann kommt auch noch die Klimakrise dazu, wegen der man vielleicht mit einem bewussteren Umgang mit Ressourcen und einer Reduzierung des seines eigenen CO2-Verbrauchs begegnen möchte. Nur ist das leider beinahe unmöglich, wenn man das Auto für den täglichen Arbeitsweg, den Schulweg oder für die Einkäufe benötigt, weil öffentliche Verkehrsmittel besonders am Land entweder keine oder nur seltene Intervalle bieten.
Laut Georg Huemer von dem Verkehrsbund Ost-Region (VOR) ist es so, dass der öffentliche Verkehr mit seinem liniengebundenem Angebot – Busse und Bahnen – seine besonderen Stärken dort hat, wo viele Menschen mit denselben Fahrzielen unterwegs sind. Bei Planung und Umsetzung des Linienangebotes wird darauf geachtet, möglichst vielen Menschen ein gutes Angebot – eine schnelle, unkomplizierte Verbindung – zu organisieren. Jedoch hat der öffentliche Verkehr dort seine Grenzen, wo es keine entsprechende Nachfrage gibt. 

Foto: Müller

Peripherie 

In Situationen wie jener von der Familie Karnholz bedingen sich die Probleme gegenseitig: Denn wenn Kinder einen gewissen schulischen Schwerpunkt wählen wollen, dann erschwert das die Lage mit einem Wohnort am Land um einiges. Natürlich gäbe es nähergelegene Schulen, aber eben keine passenden. "Im Endeffekt obliegt es den Eltern, wie sie ihre Kinder in welche Schule transportieren wollen. Mit der Entscheidung, am Land zu wohnen, muss man sich bewusst sein, dass dort Wege einfach weiter sein werden. Die Schulgemeinde kann weder etwas für die öffentlichen Fahrpläne, noch muss sie sicherstellen, dass Kinder morgens anreisen können. Das ist alleine die Aufgabe der Eltern", beschreibt Karin Gorenzel, Bürgermeisterin von Oberwölbling, die Situation aus Sicht der Gemeinde. 

Wie ist in Ihrer Gegend um den öffentlichen Verkehr bestellt?

Wie viel nutzen Sie die Öffis?

Das könnte Dich auch interessieren: 

Pferd möchte man sein
Viel Genuss in der Kellergasse
Stefan Karnholz und sein Sohn zusammen an der gewohnten Bushaltestelle in St. Andrä. | Foto: Müller
Foto: Müller
Anzeige
Mit dem BestDrive Depot-Paket gehört das lästige Reifenschleppen der Vergangenheit an. | Foto: BestDrive
Video

Winterreifenpflicht rückt näher
Jetzt noch Termin für Räderwechsel sichern

Wer seinen Räderwechsel rechtzeitig plant, kann sich noch seinen Wunschtermin sichern und den Stress kurz vor Saisonbeginn vermeiden. Die Winterreifenpflicht kommt nicht überraschend und trotzdem wird der Räderwechsel oft aufgeschoben. Doch je näher der Winter rückt, desto voller werden die Terminkalender der Werkstätten. Jetzt Räderwechsel-Termin online buchenWer sich noch den passenden Termin vor Beginn der Winterreifensaison sichern möchte, sollte also nicht zu lange warten. Bei BestDrive...

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Anzeige
Das Rathaus ist zentraler Anlaufpunkt für die Bürger der Stadt. | Foto: Senger
8

Ortsreportage Herzogenburg
Zwischen Geschichte und Zukunft, eine Stadt, die aufblüht

Wenn man an Herzogenburg denkt, kommen einem das imposante Stift, die Traisen und die industrielle Prägung der Stadt in den Sinn. Doch auch Landwirtschaft, Wirtschaft, Kultur und Stadtentwicklung prägen Herzogenburg. HERZOGENBURG. Herzogenburg blickt auf eine lange Geschichte zurück, die eng mit dem Augustiner-Chorherrenstift verbunden ist. Die Stadt wurde bereits im Mittelalter erstmals urkundlich erwähnt. Der Name geht auf die Bezeichnung "Herzogenburg" zurück, die vermutlich mit den...

UP TO DATE BLEIBEN

Aktuelle Nachrichten aus Niederösterreich auf MeinBezirk.at/Niederösterreich

Neuigkeiten aus Niederösterreich als Push-Nachricht direkt aufs Handy

Bezirksblätter auf Facebook: MeinBezirk.at/Niederösterreich

ePaper jetzt gleich digital durchblättern

Storys aus Niederösterreich und coole Gewinnspiele im wöchentlichen MeinBezirk.at-Newsletter


Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Foto des Tages einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Du möchtest selbst beitragen?

Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.