Leben für die Skulptur

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Gips, Bronze und Marmor - das sind freilich nur drei von vielen Materialien aus der Bildhauerei. Hans Freilinger wurde diesen und noch mehreren Herr, liebt die alte Technik, betrachtet moderne Kunst mit einem kritischen Auge und denkt nicht an ein Aus seiner Künstlerkarriere. Aufträge stehen nach wie vor ins Haus.
„Ich bin immer noch am Arbeiten“, lässt Hans Freilinger wissen. Auf eine 70-jährige Karriere als Bildhauer blickt der 86-jährige heuer zurück. Er belässt es nicht beim bloßen Zurückblicken, denn in der Werkstätte wartet die nächste Auftragsarbeit auf ihn: ein drei Meter hoher Severin. „Mir liegt viel an der alten Technik“, so lautet Freilingers Bekenntnis zur klassischen Bildhauerskunst, „ich beurteile meine Arbeit nach Inhalt, Ausführung und Leistung.“ Heute gäbe es vieles, was als Kunst bezeichnet ist, von Freilinger aber nicht als solche gesehen wird.

Gute Materialien sind heute rar
„Lichtobjekte und alles, was sich zufällig aus technischen Materialien ergibt, kann wohl kaum als Kunst bezeichnet werden“, ist Freilinger überzeugt, doch solche „Provisorien“ ergäben sich heute zwangsläufig aus dem Mangel an guten Materialien. „Guter Gips, Schellack, Terpentin der etwa Erdfarben etwa: wer und braucht, weiß nicht woher“, bedauert der Bildhauer, der überzeugt ist: „Der Wohlstand bringt mit sich, dass vieles verloren geht.“ So löse eben heute die moderne Technik viele althergebrachte künstlerische Disziplinen ab. Wichtig sei es, mit der eigenen Kunst Verantwortung zu übernehmen, dokumentarisch zu arbeiten, um etwas für die Nachwelt zu hinterlassen.

Eine neue Technik mit 86 Jahren
Trotz der Liebe zu seiner Hauptdisziplin, dem Bronzeguss, ist Freilinger dabei, eine neue Technik zu entwickeln: Eine Mischung aus Acrylmasse und Marmormehl, die geschliffen und poliert wird.
„Das sieht aus wie Marmor und ist billiger als Bronzegüsse“, spricht Freilinger für seine Innovation. Überhaupt musste sich Hans Freilinger im Laufe seiner 70-jährigen Bildhauerslaufbahn mit diversen Darstellungsarten beschäftigen. „Die Vielfältigkeit meiner Arbeit beruht darauf, dass ich davon lebe und an Auftraggeber gebunden bin“, erklärt der Künstler.
Das unstete Einkommen habe schon dann und wann Schwierigkeiten mit sich gebracht, schließlich gäbe es einmal eine höhere Summe für einen Auftrag, dann aber wieder für längere Zeit nichts.
„Diese Art der Arbeit bringt aber auch viel Freude, wenn man die eigenen Resultate sieht“, lächelt Freilinger. Mit Werken wie Beton-Glas-Fenstern, Brunnen, Bronze-, Holz- oder Steinfiguren, wie auch Reliefs ist er nicht nur in ganz Europa vertreten. Vier Vertreter seiner Hauptdisziplin, des Portraits, gingen nach Amerika.

Wann: 16.11.2010 ganztags Wo: Altstadt, Krems an der Donau auf Karte anzeigen
Autor:

Doris Necker aus Krems

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