Agrardiesel wichtig
NÖ Bauern fordern Agrardiesel Rückerstattung für faire Preise

Anton Kaiblinger ist Obmann der Bezirksbauernkammer und spricht sich eindeutig für eine unbefristete Agrardieselrückvergütung aus.  | Foto: Kaiblinger
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Bäuerliche Betriebe im Bezirk stehen unter Druck: Steigende Dieselpreise treffen die Landwirtschaft hart. Der Konflikt im Nahen Osten bringt nicht nur die Weltwirtschaft ins Wanken, sondern auch die Existenz der Bauern in Niederösterreich. Die Kosten steigen, Entlastung fehlt. Der NÖ Bauernbund fordert daher rasches Handeln für faire Wettbewerbsbedingungen.

HERZOGENBURG/TRAISMAUER. Mit dem Auslaufen der Agrardieselmaßnahmen 2025 zahlen NÖs Betriebe im EU-Vergleich besonders hohe Treibstoffkosten. Gleichzeitig steigen die Preise für Energie und Betriebsmittel, während die Erlöse etwa bei Milch, Fleisch und Getreide sinken.

LKNÖ-Präsident Johannes Schmuckenschlager betont: "Österreichs Bauern bezahlen im internationalen Vergleich zu viel für den Diesel. Diese Situation ist eine bäuerliche Existenzfrage." Auch NÖ Bauernbunddirektor Paul Nemecek warnt: "Fallende Preise bei steigenden Kosten können nicht lange gut gehen. Wir müssen jetzt die Wettbewerbsfähigkeit sicherstellen."

Unbefristete Regelung

Handlungsbedarf sehen auch die Bauern rund um Herzogenburg, wie Obmann Anton Kaiblinger der Bezirksbauernkammer St. Pölten erklärt: "Da es in fast ganz Europa für die Landwirtschaft einen Agrardiesel gibt um die Lebensmittel günstig zu halten, ist es für die Österreichischen Bauern ein großer Nachteil wenn es bei uns keinen gibt." Momentan sei die Situation noch verschärft durch die sehr hohen Diesel- und Energiekosten. Auch die Düngerkosten sind z.B. seit dem Irankrieg um 50 Prozent gestiegen. "Eine Rückvergütung wäre auch konkret für unseren Betrieb wichtig, weil wir Ackerbau und Forstwirtschaft betreiben", meint Kaiblinger, der in Zagging ansässig ist, "eine Regelung für den Agrardiesel und seine Rückvergütung sollte auf jeden Fall unbefristet sein, um den Bauern Planbarkeit zu ermöglichen." Wenn man an manchen Tagen 100 oder noch mehr Liter täglich für seinen Arbeitsalltag braucht, machen die aktuell extrem hohen Spritkosten einen umso größeren Unterschied.

"Ich finde auch, dass eine Wiedereinführung der Rückvergütung wichtig wäre", schließt sich Bio-Landwirt und Bürgermeister Herbert Ramler aus Statzendorf an, "man merkt auf jeden Fall einen Unterschied, ob der Diesel einen Euro fünfzig oder über zwei kostet. Vor allem jetzt im Frühjahr verfährt man viel Diesel am Tag, wenn viel am Acker zu tun ist".

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