Rathaus in scharfer Kritik

Mario Huber (Name von der Redaktion geändert) äußert sich in scharfer Kritik.
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  • hochgeladen von Melanie Jaklitsch

HERZOGENBURG. Das alte Rathaus war in die Jahre gekommen und barrierefrei war ein Fremdwort. Es stellte sich die Frage: Umbau oder Neubau? Letzteres wurde einstimmig von den Herzogenburger Kommunalpolitikern beschlossen. Im Social-Media-Kanal Facebook spalten sich jedoch jetzt, zwei Wochen nach der Eröffnung, die Meinungen.

Es war notwendig

Im Gemeinderat wurde der Vorschlag für einen Umbau eingebracht. Skizzen wurden vorgelegt und nach vielen Beratungen kam man zu dem Beschluss das Rathaus neu zu bauen. Jetzt ist es fertig und es stößt auf Kritik bei den Bürgern. "Es hat zwar Bilder gegeben, aber da hat man nicht gesehen, wie die Platten in natura aussehen. Die sind absolut unansehnlich", äußert sich der Anwohner Christoph Teufl. "Wenn so ein Gebäude gebaut wird, muss die Funktionalität im Vordergrund stehen. Dass es nicht gefällt, ist wieder eine andere Sache", erklärt der Stadtrat Erich Hauptmann (ÖVP). Es wurde nun auch ein Ärztezentrum im Gebäude errichtet und die Barrierefreiheit des Neubaus ist mit dem Aufzug gegeben.

Veränderung des Ortsbildes

Der Herzogenburger Rathausplatz ist geprägt von kunstvollen Fassaden. Die Verwaltung wurde übergangsweise im Reitherhaus untergebracht - alte Gemäuer und eine historische Atmosphäre. "Für die Bürger ist es natürlich eine Umstellung. Von einem alten Gebäude zu einem Neubau des Jahres 2017", so Hauptmann. Erika Schneider aus Herzogenburg äußert dazu ihre Meinung: "Das Rathaus in dieser Bauweise passt nicht in das Ortsbild." Vizebürgermeister Christoph Artner erklärt auch: "Historisch wertvoll war hier leider nichts mehr, weil beim Umbau in den 60er Jahren einiges weggekommen ist." Der Stadtrat beruhigt: "Die Bürger sind eingeladen sich bei uns zu melden. Wir können immer noch Kleinigkeiten verändern."

Zur Sache

Die Entscheidung für einen Neubau wurde von den Kommunalpolitikern im Herbst 2015 getroffen. Die Baukosten belaufen sich auf insgesamt 4,4 Millionen Euro. Architektenwettbewerb hat es keinen gegeben.

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