28.11.2016, 14:20 Uhr

Die Helden der Wahl - Teil IV

Es soll Wahlbeisitzer geben, die einen Negativ-Rekord bei der Wahlbeteiligung erwarten. (Foto: Karikatur: Simone Göls)

Wieder stehen hunderte Wahlbeisitzer im Bezirk „Gewehr bei Fuß“ Ein Lokalaugenschein.

REGION (red). Wenn am kommenden Sonntag der vierte Anlauf zur Kür des Bundespräsidenten steigt, dann bedeutet das für 1.896 Menschen im Bezirk: Wieder einen Tag weniger mit der Familie verbringen. Die Wahlbeisitzer können nun bereits den vierten Sonntag keinen Ausflug planen oder einfach nur faulenzen. Wir haben die Idealisten der Demokratie gefragt, was sie vom Verlauf der bisherigen Wahl halten, was sie vom vierten Wahlgang erwarten und warum sie trotzdem noch mithelfen wollen. Stadtrat Franz Gerstbauer (Grüne) aus Herzogenburg ist auf zwei Ebenen und zwar in der Gemeindewahlbehörde und in einem der Wahlsprengel tätig. Für seine Aufgabe als Ersatzbeisitzer in der Gemeindewahlbehörde hat er sogar eine spezielle Schulung besucht. Im Wahlsprengel ist er Stellvertreter des Sprengelleiters. "Mit dem Verlauf der bisherigen Wahl bin ich zufrieden, was das Ergebnis betrifft", meint Gerstbauer. Die Wiederholung und Verschiebung seien ärgerlich, aber "kein Beinbruch". "Ich erwarte mir, dass die Nichtwähler aufstehen und zur Wahl gehen, oder die Briefwahl nützen um mitzuentscheiden", schildert Josef Thoma (SP Ortsgruppe Liste Team Zukunft) aus Obritzberg-Rust, der seit 2013 als Wahlbeisitzer fungiert.

Ehrenamt notwendig
"Für ein Funktionieren der Gesellschaft ist es notwendig, dass viele Menschen freiwillig, unentgeltlich oder nur für geringe Entschädigung einen Beitrag leisten. Das ist kein Selbstläufer, schon gar nicht auf Dauer", begründet Gerstbauer sein Engagement. "Weil ich nicht will, dass unsere Gesellschaft ein Spielball für diejenigen wird, welche mit System eine Hetze und Beleidigungen der untersten Schublade betreiben", ist Josef Thoma überzeugt von seiner Aufgabe. "Das Geringste, das aber jeder tun muss, ist wählen zu gehen", so der dringliche Rat der beiden Wahlbeisitzer.
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