Spektakulär
ÖBB heben 74 Tonnen schwere Hilfsbrücke für Verbindungsbahn ein
- Eine rund 74 Tonnen schwere Hilfsbrücke wurde für die Verbindungsbahn eingehoben.
- Foto: ÖBB/Lukas Leonte
- hochgeladen von Marlene Graupner
Zwei 130-Tonnen-Schienenkräne waren bei nächtlichen Bauarbeiten an der Verbindungsbahn im Einsatz. Eine eingehobene Hilfsbrücke in der Guldengasse ermöglicht es, die Bauarbeiten bei laufendem Zugverkehr fortzusetzen. Die Brücke selbst wiegt knapp 74 Tonnen.
WIEN/HIETZING/PENZING. Die Modernisierung der Verbindungsbahn schreitet mit weiteren Bauarbeiten voran. In der Nacht von 16. auf 17. Oktober wurde im Bereich der Unterführung Guldengasse in Penzing eine 23,9 Meter lange und 73,5 Tonnen schwere Hilfsbrücke eingehoben.
Für den Einhub in der Guldengasse waren zwei Schienenkräne mit einem Eigengewicht von jeweils rund 130 Tonnen erforderlich. Beim sogenannten Tandemhub stand ein Kran auf einem Gleis der Weststrecke, während der zweite über das Baugleis der Verbindungsbahn anfuhr.
Arbeiten bei laufendem Zugverkehr
Damit der Zugverkehr während der Modernisierung der Verbindungsbahn möglichst wenig beeinträchtigt wird, kommen weitere vorübergehende Hilfsbrücken zum Einsatz. Sie ermöglichen es, ein Gleis während der Bauphase weiterhin zu nutzen.
Parallel zum laufenden Bahnbetrieb werden die neuen Brückentragwerke neben der Strecke errichtet und später an ihre endgültige Position eingeschoben. Sobald die neuen Bauwerke fertiggestellt sind, werden die temporären Konstruktionen entfernt und die Züge können über die neuen Tragwerke fahren.
Unterführungen werden erneuert
Mit der Modernisierung soll die Unterführung Guldengasse deutlich großzügiger gestaltet werden. Die bestehende Unterführung wird von 25 auf rund 34 Meter verlängert. Auch die Breite der Durchfahrt nimmt zu. Statt bisher 7,60 Meter stehen künftig durchgehend zwölf Meter zur Verfügung. Dadurch kann auch der Gehsteig verbreitert werden. Die Durchfahrtshöhe wird auf knapp fünf Meter erhöht.
- Mithilfe der Hilfsbrücke kann ein Gleis weiterhin in Betrieb bleiben.
- Foto: ÖBB/Lukas Leonte
- hochgeladen von Marlene Graupner
Auch in der Kefergasse sind Verbesserungen geplant. Die dortige Geh- und Radwegunterführung wird von derzeit 3,65 auf fünf Meter verbreitert. Auch für diese Bauarbeiten ist eine Hilfsbrücke vorgesehen.
Erster Bauabschnitt
Neben den Unterführungen in der Guldengasse und Kefergasse wird im nördlichen Bauabschnitt der Verbindungsbahn an weiteren Stellen gebaut. Zwischen dem Projektbeginn im 14. Bezirk und der Schrutkagasse im 13. Bezirk werden die Gleisanlagen und die Eisenbahnbrücken über das Wiental erneuert. Außerdem entsteht zwischen dem Wiental und der Stadlergasse eine neue Brückentrasse, über die die Züge künftig in Hochlage fahren sollen.
Zum ersten Bauabschnitt gehören auch die Erneuerungen der Unterführungen in der Hackinger Straße und Zehetnergasse im 14. Bezirk sowie der Beckgasse im 13. Bezirk. Auch an der neuen Haltestelle an der Hietzinger Hauptstraße wird gewerkelt. Ihre Inbetriebnahme ist für den Fahrplanwechsel im Dezember 2029 geplant.
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