19.02.2017, 19:13 Uhr

Falco und sein einzig wahrer Freund

Der letzte Silvester von Falco: Ronnie Seunig und Falco mit ihren Müttern nach dem Konzert in der Excalibur-City - kurz vor dem Abflug in die Dominikanische Republik. Es war sein letzter Auftritt überhaupt. (Foto: privat)

"Ich hab´ noch keine verlassen, alle haben mich verlassen", sagte Falco über die Frauen. Einen guten Freund, der einem in Glücksmomenten genauso, wie in schlechten Zeiten zur Seite steht, fand er erst einige Jahre vor seinem Tod.

Ronnie Seunig, Selfmade-Millionär und Excalibur-City-Chef, war mit Falco sehr eng befreundet. Sie wohnten nur ca. 15 km voneinander entfernt und verbrachten viel Zeit miteinander. "Ich bin bei ihm zu Hause ein- und ausgegangen und er bei mir", bestätigt Ronnie gegenüber den Bezirksblättern ihr vertrautes Verhältnis. "Wenn ich bei ihm war, hat uns seine Mutter Maria Kaffee gemacht, oder wir sind bei mir im Büro bis nach Mitternacht gesessen und haben geredet - oder wir sind um die Häuser gezogen", lacht Seunig.


Aus dem Nichts Millionär

Falco hatte endlich einen Menschen gefunden, der dasselbe geschafft hatte wie er - aus dem Nichts Millionär zu werden. Aber Seunig war und ist ein bodenständiger Mensch, der mit dem plötzlichen Reichtum anders umgegangen ist als Falco. Das hat der Sänger immer sehr bewundert. "Das hat ihm immer gefallen, dass einer am Teppich geblieben ist", lacht Ronnie. Während Superstar Falco "in einem Leben soviel erlebt hat, wie andere Menschen in vier Leben nicht. Falco fuhr mit 300 über die Lebensautobahn."

Ein Freund, der auch finanziell half

Ronnie half Falco aus seiner fatalen finanziellen Situation. Mit rund ATS 18 Mio. Schulden drohte Falco die Zwangsversteigerung seiner Liegenschaften. Da sich so gut wie kein Käufer fand, kaufte schließlich Ronny Falcos Penthouse in Wien Hietzing für ATS 10 Mio. Für die restlichen Bankschulden von ca. ATS 5 Mio. organisierte Ron eine Umschuldung auf seine ihm nahestehende Bank und bürgte für diesen Kredit. Weitere ATS 3,65 Mio. gewährte Ronnie Falco als Privatdarlehen. Mit diesen Maßnahmen war der Bankrott abgewehrt. Die einzig wirklich eingeweihte Person war Falcos Mutter. Einen Skandal wollte man verständlicherweise vermeiden.

Nach Falcos Tod hat Ronnie sich um sämtliche Belange und um die Abwicklung der Verlassenschaft bemüht und Maria Hölzel jede Unterstützung gewährt.

Ronnie Seunig ist Vorstandsvorsitzender der Falco Privatstiftung.

Seunig zur Garser Falco-Villa

"Es gibt ein sehr gutes Projekt, an dem gearbeitet wird. Es gibt noch keine Nägel mit Köpfen, aber es ist was in petto..."

Er beendete das Telefonat mit den Bezirksblättern heute am späten Nachmittag mit den Worten: "So, jetzt muss ich Schluss machen, ich muss ins U4 zur Geburtstagsparty."
Das U4 war Falcos Stammlokal.

1
Einem Mitglied gefällt das:
Weitere Beiträge zu den Themen
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.