06.10.2014, 17:46 Uhr

Naturschutzbund NÖ vehement gegen den Neubau eines Kraftwerks bei Rosenburg

Wasserkraftwerk aus dem Jahr 1908 - eine Revitalisierung ist unumgänglich. "Wir sind auch für gute Ideen aus der Region offen." (Foto: EVN)

EVN: "Wir werden in nächster Zeit dort etwas machen müssen, das Kraftwerk ist über 100 Jahre alt."

ROSENBURG. Diesbezügliche Pläne bestätigt EVN-Pressesprecher Stefan Zach auf Anfrage der Bezirksblätter. "Es wird nicht morgen sein, aber in den nächsten Jahren." Im Rahmen einer Revitalisierung eines alten Kraftwerks wird vieles besser für die Natur, die Fische und viele andere Wasserlebewesen. Die Wehranlage des seit dem Jahr 1908 in Betrieb befindlichen Wasserkraftwerks Rosenburg wurde beim Hochwasser 2002 zerstört und danach provisorisch erneuert. "Ein revitalisiertes Kraftwerk wird natürlich auch im Einklang mit der Natur in seiner Leistung ertüchtigt und kann danach deutlich mehr Naturstrom erzeugen. Eine solche Ertüchtigung kann durch die Erhöhung des Stauziels, aber auch durch andere Maßnahmen erreicht werden." Wenn die EVN ein fertiges Projekt für die Erneuerung des Kraftwerks Rosenburg hat, werden wir es in der Region vorstellen. Die EVN wird alles daran setzen, die ambitionierten Klima- und Umweltziele des Landes NÖ zu unterstützen."

Kein Ausbau der „Flussheiligtümer“
Der Naturschutzbund NÖ wendet sich vehement gegen den Neubau eines Kraftwerks bei Rosenburg. "Die EVN will das Kraftwerk neu und größer bauen. Flussaufwärts von Rosenburg ist (noch) eine besonders schöne Landschaft erhalten und wurde von WWF und Lebensministerium in den Katalog sogenannter „Flussheiligtümer“ aufgenommen. Wenn die EVN sich durchsetzt, gibt es dann weder für Mensch noch für Tier Ruhe. Das alte Kraftwerksgebäude soll abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden, das Unterwasser beim Kraftwerk über 1 m und mit abnehmender Tiefe bis zur Brücke (Zufahrt Rosenburg) ausgebaggert werden. Unterhalb des bestehenden Wehrs soll eine neue Staumauer die alte um 2,4 m überragen und den Stausee auf eine Länge von 1 km vergrößern. Für Transporte zu den Baustellen sind neue Straßen geplant. Der Naturschutzbund NÖ: Kein Meter vom Flussheiligtum darf geopfert werden."
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