18.10.2017, 10:57 Uhr

ÖGB: Gleiches Geld für gleiche Leistung. 1700 ODER MEHR, MINDESTLOHN IST FAIR

(Foto: ÖGB)

ÖGB WALDVIERTEL_SÜD: „Equal Pay Day“ in Horn

Unter dem Motto „Wenn es ein Mädchen wird, nennen wir es Einkommensunterschied“, machte der ÖGB in Horn im Zuge einer Verteilaktion auf den „Equal Pay Day“ aufmerksam. Dieser fiel heuer in NÖ auf Freitag den 13. Oktober. Ab diesem Tag arbeiten Frauen, wenn man ihr Einkommen mit dem der Männer vergleicht, bis zum Ende des Jahres theoretisch gratis.
In den vergangenen Jahren hat der ÖGB durch verschiedene Initiativen erreicht, den „Equal Pay Day“ immer weiter in das Jahr hinein zu schieben. Ein Grund dafür ist die Pflicht der Offenlegung der Löhne und Gehälter von Frauen und Männern in Betrieben ab 150 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Durch diese Maßnahme kam es zu einem geringeren Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen. Das Ziel des ÖGB ist es allerdings, dass Einkommensunterschiede bei Männern und Frauen für die gleiche Arbeit und Leistung der Vergangenheit angehören. Erst wenn der „Equal Pay Day“ auf den 31. Dezember fällt, ist das Ziel, welches sich der ÖGB für die Arbeitnehmerinnen in unserem Land gesetzt hat, erreicht!

Forderungen des ÖGB für die raschere Umsetzung einer Gleichstellung wären:

*) Rascher Ausbau der Kinderbildungseinrichtungen mit Öffnungszeiten, die Eltern und vor allem Frauen eine Vollzeitbeschäftigung ermöglichen und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben erleichtern.
*) Rechtsanspruch auf einen Kinderbildungsplatz für jedes Kind, ab dem 1. Lebensjahr, der den VIF-Kriterien entspricht.
Die VIF-Kriterien sind:
mindestens 45 Stunden wöchentliche Öffnungszeit, werktags Montag bis Freitag
an vier Tagen pro Woche mindestens 9,5 Stunden geöffnet
Angebot Mittagessen
maximal fünf Wochen im Jahr geschlossen
*) Rechtsanspruch auf Papamonat: Soll dazu führen, dass sich Väter verstärkt der Kinderbetreuung widmen und unabhängig vom Wohlwollen der Unternehmer die Familienzeit in Anspruch nehmen können.
*) Anrechnung der Karenzzeiten auf alle dienstzeitabhängigen Ansprüche.
*) Einkommensberichte auch in kleineren Betrieben.
*) Ausbau qualifizierter Teilzeitarbeitsplätze und geteilte Führungsmodelle.
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