24.10.2017, 11:33 Uhr

Reformation, Islam und Recht

Die SchülerInnen der 3. HLWA probieren im Zuge der Landesausstellung aus, wie es sich in einer Gefängniszelle anfühlt. Viktoria Heichinger, Victoria Lebersorger, Daniel Gutsch (verdeckt), Natalie Meierhofer, Carmen Wais (verdeckt), Hannah Zach, Sarah Ponzauner, Celine Taxpointner, Julia Muthsam (hinten), Kerstin Kienast, Kevin Knierling (sitzend) (Foto: privat)

3. HLW-Klassen auf Exkursion auf der Schallaburg und im Schloss Pöggstall

Es ist Mag. Agnes Wagner als Professorin für Geschichte und Politische Bildung wichtig, in jedem Schuljahr „Geschichtsunterricht“ auch außerhalb der Schulmauern für die SchülerInnen erfahrbar zu machen. Kurz vor dem Ende der Ausstellungszeiten konnten die 3. Jahrgänge der HLW Horn noch drei wichtige Ausstellungen anschauen.
Der Vormittag war der Schallaburg gewidmet, die als ursprünglich protestantisches Renaissanceschloss zum heurigen Jubiläumsjahr 500 Jahre Reformation als wunderbarer Ort für eine Sonderausstellung diesbezüglich fungierte. Durch die Beschäftigung mit diesem Thema im Unterricht und einem historischen Stadtrundgang durch das protestantische Horn im letzten Semester konnten die SchülerInnen schon auf Vorwissen zurückgreifen, was diese Ausstellung noch interessanter machte.

Das heurige Jahresthema auf der Schallaburg allerdings war Islam in Österreich – eine Kulturgeschichte. Es war der dezidierte Wunsch der zwei Klassen, über dieses Thema mehr zu erfahren, um auch die unzähligen, meist negativen Berichte über Islam / Islamismus / Islamischer Staat besser einordnen zu können. Es ist schade, dass wir nicht mehr Zeit dafür hatten, denn so eine kontroversielle Frage würde es verdienen, ausführlich vorgestellt und diskutiert zu werden.

Obwohl die Einstellung zur heurigen Landesausstellung im Schloss Pöggstall Alles was Recht ist eher verhalten war, entpuppte sie sich als enorm fesselnd für die jungen Leute. Trotz der vorangegangenen zwei Führungen hatten die KulturvermittlerInnen die ungeteilte Aufmerksamkeit, sei es beim Rad, das Vergehen und deren Strafen zu verschiedenen Zeiten vorstellte, oder im Raum, wo Foltermethoden aus historischer Zeit in Zusammenhang mit unserem heutigen Sprachgebrauch gebracht werden. So geht der Spruch „die Wadln viere richten“ auf den sogenannten Wiener Schuh zurück, ein Eisengestell, das dem Delinquenten um die Unterschenkel angebracht wurde, und das sich zuziehen und drehen ließ. Es verursachte schlimme Verletzungen und Verdrehungen. Julia meinte: “Eigentlich habe ich ja geglaubt, dass das ganz fad wird, aber es war unheimlich interessant!“ Das ist die beste Basis für das einstündige Fach Recht, das im 5. Jahrgang an der HLW Horn angeboten wird.
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