Zusammenschluss Hochoetz-Kühtai
"Beirat Zukunft" zeigt erste, kleine Erfolge der Annäherung

Der Beirat Zukunft, bestehend aus 26 Personen unterschiedlicher Gesinnung.
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  • Der Beirat Zukunft, bestehend aus 26 Personen unterschiedlicher Gesinnung.
  • hochgeladen von Petra Schöpf

SILZ (ps). Der Mitte Mai gegründete "Beirat Zukunft" beschäftigt sich seit der zurückgezogenen UVE (Umweltverträglichkeitserklärung) intensiv mit dem geplanten Zusammenschluss der Skigebiete Hochoetz und Kühtai. Das aus 26 Personen bestehende Gremium traf sich vergangenen Donnerstag in Silz zu seiner zweiten Sitzung, um die Thematik, die in der Vergangenheit zu hitzigen Diskussionen geführt hatte, zu besprechen. In beiden Lagern, den Befürwortern und den Gegnern herrschte höchst professionelle Gesprächsdisziplin und eine positive Grundeinstellung des Entwicklungsprozesses gegenüber. Man befinde sich auf einem gemeinsamen Weg, innovative Ideen zu entwickeln und allen Denkanstößen Raum und Zeit zu geben, um von allen Beteiligten gehört zu werden. "Grundsätzlich bin ich offen für alle Vorschläge und umsetzbare Projekte, die für die wirtschaftliche Entwicklung der Region beitragen", erklärte Bürgermeister von Oetz, Hansjörg Falkner. Sein hartnäckigster Gegner, Begründer der Petition "Nein zur Zerstörung der Feldringer Böden", Gerd Estermann lobte die Gründung des Beirates als Schritt in die richtige Richtung. Er will bei der kommenden Sitzung seinerseits ein Konzept vorstellen, wie ökologischer Tourismus der Natur und Wirtschaft zugute kommen soll. 

Expertenvortrag nicht zeitgemäß?

Zwei Impulsvorträge wurden vom Beirat gehört. Zum einen referierte Christopher Hinteregger über den Status Quo im Tourimus und die Entwicklung der Region im Vergleich zu anderen Tiroler Tourismusregionen. Zum zweiten hörte man Christian Molzer zur Verkehrsentwicklung im Ötztal und Tirol. Die Statistiken hinterließen vor allem bei den Projektgegnern den Eindruck, es stünde nur die Wirtschaftlichkeit und die Steigerung der Nächtigungen und Skipassverkäufe im Vordergrund. Bernhard Stecher: "Ob die Zutaten der Vergangenheit das richtige Rezept für die Zukunft sind, stelle ich in Frage." 
Estermann: Mir fehlen Erhebungen über die Lebensqualität der Menschen. Mit keinem Wort wurde erwähnt, dass Verkehr, Lärm und Verschwinden der Naherholungsgebiete den Menschen auf Dauer schadet." Für Mathias Speckle, Betriebsleiter der Bergbahnen Oetz gilt dieses Argument nur bedingt, man habe mit dem Ausbau des Widiversums ein beliebtes Familien- und Erholungsparadies auch für Einheimische realisiert. Bürgermeister Falkner ergänzte, dass es das Widiversum ohne Wintereinnahmen nicht geben würde, es wäre finanziell für Oetz nie zu stemmen gewesen. "So eine innovative Idee wie das Widiversum, wo es keinen Zusammenschluss gebraucht hat, kann es auch für Kühtai geben, ohne die Landschaft zu beeinträchtigen", war ein weiterer Vorschlag. 
Bürger der drei beteilgten Gemeinden Oetz, Silz und Haiming können auf beirat-zukunft.at ihr Vorschläge im Forum deponieren.

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