Aus der Reihe: Invasive Neophyten mit Gefahrenpotential
Die Robinie ist sehr giftig

Vorsicht vor den giftigen Stacheln der Robinie.
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  • Vorsicht vor den giftigen Stacheln der Robinie.
  • Foto: Fotos: Pagitz
  • hochgeladen von Clemens Perktold

Die Robinie ist ein stattlicher aber mit unzähligen Dornen sehr wehrhafter Baum. Die weißen Blüten locken im Frühsommer unzählige Insekten an, wodurch er auch gerne als Bienenweide gepflanzt wird. Hitze und Trockenheit machen dem Baum ebenso wenig zu schaffen, wodurch er gerne als Stadtbaum verwendet wird.

OBERLAND. Wie die meisten Schmetterlingsblütler besitzt auch die Robinie die Fähigkeit Stickstoff zu binden und sich damit ihren Dünger selbst herzustellen. Dazu lebt sie mit Stickstoff-fixierenden Bakterien zusammen, die an kleinen Knöllchen an den Wurzeln leben. Dabei düngt sie nicht nur sich selbst sondern auch den gesamten Boden um sie herum. Dies ist eine besondere Gefahr, wenn sie in sehr mageren Trockenrasen wie den Fließer Sonnenhängen einwandert. Durch die Stickstoffdüngung werden starkwüchsige Pflanzen am Wachsen gefördert und die sehr artenreichen Wiesen verschwinden. Mit den Pflanzen verschwinden auch Heuschrecken, Schmetterlinge und Wildbienen.
Die Robinie ist zudem sehr giftig. Auch der Holzstaub kann, wenn eingeatmet, tödlich sein. Wer also eine Robinie fällen möchte, muss sich entsprechend schützen. Beim Fällen darf man aber nicht zu schnell sein. Fällt man den Baum einfach, dann treiben aus Wurzelstock und Ausläufer unzählige Triebe aus. Aus einer Robinie wird so schnell ein ganzer Wald. Vor dem Fällen muss man den Baum partiell ringeln, sprich die Rinde etwa 30 cm breit bis ins Kernholz rundherum abschaben. 1/10 lässt man als kleinen Steg übrig. Dadurch wird der Baum geschwächt und man kann im 2. Jahr den Steg nach Blattaustrieb und Blüte entfernen. Sobald der Baum eingegangen ist, kann man ihn gefahrlos fällen. Das Holz lässt sich dann sehr gut für Gartenmöbel verwenden, denn es ist besonders witterungsbeständig. Mehr zum Thema finden Sie unter www.naturimgarten.tirol und auf www.uibk.ac.at/botany/neophyten-tirol

Vorsicht vor den giftigen Stacheln der Robinie.
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