MeinBezirk vor Ort in Oetz
Piburger See bleibt ein Sorgenkind
- Der Piburger See ist ein Naturjuwel. Die Wasserqualität bereitet aber Sorgen.
- Foto: Archiv
- hochgeladen von Clemens Perktold
Der Piburger See zählt zu den bekanntesten Naturjuwelen des Ötztals – gleichzeitig bereitet seine Entwicklung Sorgen. Das Gewässer wird seit Jahrzehnten von der Universität Innsbruck wissenschaftlich überwacht und begleitet.
OETZ. Die regelmäßigen Untersuchungen liefern wichtige Erkenntnisse über die Veränderungen im See und bilden eine Grundlage für Maßnahmen zum Schutz dieses sensiblen Lebensraums.
In den vergangenen drei Jahren wurde im Rahmen eines Regio-Projekts ein weiterer Schwerpunkt gesetzt. Neben der wissenschaftlichen Begleitung ging es vor allem darum, die Bevölkerung und Gäste für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Naturjuwel zu sensibilisieren. Eine eigene Informationskampagne sollte auf die Besonderheiten des Piburger Sees aufmerksam machen und vermitteln, wie wichtig der Schutz des Gewässers und seiner Uferbereiche ist.
Wasserqualität nimmt ab
Ganz zufriedenstellend ist die Entwicklung allerdings nicht. „Die Wasserqualität nimmt leider trotz verschiedener Maßnahmen weiter ab“, erklärt Bürgermeister Hansjörg Falkner. Als eine der Ursachen sieht er unter anderem die Klimaerwärmung. Steigende Temperaturen wirken sich auf das empfindliche Ökosystem des Sees aus. Gleichzeitig stellt ein invasiver Fischbestand eine zusätzliche Herausforderung dar. „Hier wurde zwar eine Verbesserung erzielt, weitere Schritte wurden aber in ein Konzept gegossen“, so Falkner.
Damit soll die bisherige Arbeit fortgesetzt und langfristig eine Verbesserung der Situation erreicht werden. Denn der Piburger See ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, sondern auch ein ökologisch wertvoller Lebensraum. Entsprechend wichtig ist es, Maßnahmen nicht isoliert zu betrachten, sondern wissenschaftliche Erkenntnisse, Naturschutz und die Nutzung durch Einheimische und Gäste miteinander in Einklang zu bringen.
Das Gespräch suchen
Auch die Bergwacht leistet während der Sommermonate einen wichtigen Beitrag. Einsatzkräfte sind regelmäßig vor Ort, suchen das Gespräch mit Besucherinnen und Besuchern und informieren über den richtigen Umgang mit dem See. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den sensiblen Uferbereichen. Gerade dort soll verhindert werden, dass die Natur durch intensive Nutzung zusätzlichen Belastungen ausgesetzt wird.
Der Piburger See bleibt damit eine wichtige Aufgabe für Oetz. Wissenschaftliche Beobachtung, konkrete Schutzmaßnahmen und vor allem das Bewusstsein jedes Einzelnen sollen dazu beitragen, das Naturjuwel auch für kommende Generationen zu erhalten.
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