Fabio Gstrein aus Sölden zieht nach seiner ersten vollen Weltcupsaison zufrieden Bilanz
Neuer Skistar im Hilfseinsatz

Fabio Gstrein war im Slalom pfeilschnell unterwegs und bestach durch eine großartige Technik.
  • Fabio Gstrein war im Slalom pfeilschnell unterwegs und bestach durch eine großartige Technik.
  • Foto: ÖSV/Erich Spieß
  • hochgeladen von Peter Leitner

SÖLDEN. Er machte in der abgelaufenen Weltcupsaison vor allem durch seine ausgefeilte Technik auf sich aufmerksam. Und mit zwei Top-Ten-Plätzen (Slalom und Parallelbewerb) katapultierte er sich zu den großen Hoffnungsträgern im Technikteam des Österreichischen Skiverbandes. Die BEZIRKSBLÄTTER sprachen mit Fabio Gstrein (22) aus Sölden über seine Bilanz und Zukunftspläne.

Fabio, die Saison ging wegen der Corona-Krise früher als erwartet zu Ende. Was machst du derzeit?
Als Heeressportler bin ich im Hilfseinsatz beim REWE-Konzern in Vorarlberg. Wir Sportler können jetzt etwas von der großen Unterstützung, die wir laufend erhalten, zurückgeben.

Wie fällt deine Bilanz zur ersten kompletten Weltcupsaison aus?
Eigentlich sehr gut. Mein Ziel war es, unter die besten 30 zu kommen. Und das ist schneller gegangen, als ich es mir selbst erwartet habe. Die beiden Top-Ten-Plätze waren natürlich das Sahnehäubchen.

Gerade der Parallelbewerb ist im Weltcup aber umstritten. Wie siehst du die Situation?
So wie die Rennen in diesem Format derzeit ausgetragen werden, ist es einerseits nicht fair, andererseits auch nicht ungefährlich. Unter andere hat sich ja auch Michael Matt beim Abbremsen im kurzen Zielraum verletzt. Als Athleten sind wir gemeinsam bestrebt, dass das geregelt wird. Diverse Meetings haben schon stattgefunden.

Es war für die Nationalmannschaft das Jahr eins nach Marcel Hirscher. War da ein besonderer Druck spürbar?
Ich habe ehrlich gesagt gar keinen Druck gespürt, denn ich bin aus dem Europacup gekommen. Ich glaube auch nicht, dass meine Kollegen da große Probleme gehabt haben. Marco Schwarz hat es etwa ausgezeichnet gemacht. Den einen oder anderen haben Verletzungen behindert. Da ist es dann natürlich schwierig.

Trotzdem gab’s auch immer wieder mal Kritik am Team.
Es ist halt so, dass Marcel in der Vergangenheit durch seine überragenden Leistungen viel kaschiert hat. Wir wussten alle, dass es, wenn er nicht mehr fährt, gerade im Riesentorlauf schwierig werden würde. Im Slalom hat die Mannschaft in etwa gleich abgeschnitten als in der Saison vorher. Die Siege von Marcel haben aber natürlich gefehlt.

Ist ein Sportler wie er für dich auch ein Vorbild?
Mein Idol war aufgrund der Generation, der ich entstamme, eher ein Benjamin Raich. Natürlich kann man von einem Marcel Hirscher aber auch viel lernen. Ihn zu kopieren wird aber niemals möglich sein.

Der Weltcup hat durch die Coronakrise abrupt geendet. Wie geht es für dich jetzt sportlich weiter?
Es ist jetzt quasi eine ideale Phase, um sich zu regenerieren. Aber als Leistungssportler wollen wir natürlich ehest möglich wieder was tun. So bald es geht, werde ich wieder mit leichtem Konditionstraining beginnen. Außerdem mache ich am Olympiastützpunkt in Innsbruck auch viele Krafteinheiten. Das Skitraining fängt dann Ende Juli, spätestens Mitte August wieder an.

Hast du deine Ziele für die nächste Saison schon formuliert?
Jetzt ist es dann erstmal wichtig, gut zu trainieren, um dann auch möglichst gut in die Saison zu starten. Der Rest kommt dann von alleine.

Im nächsten Jahr findet in Cortina eine Weltmeisterschaft statt, 2022 folgen die Olympischen Spiele in Peking. Hast die beiden Großevents am Radar?
Ich denke da jetzt nicht täglich daran. Aber klar: Als Sportler will man eine WM genauso gerne fahren wie Olympische Spiele. Klar ist aber auch, dass es gerade in Österreich eine riesengroße teaminterne Konkurrenz gibt und eine Qualifikation nicht einfach wird.

Das Gespräch führte Peter Leitner

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