08.10.2014, 15:11 Uhr

Das „War-Requiem“ kommt als Gesamtkunstwerk auf die Dogana-Bühne

Siegfried Schwendtner, Claudio Büchler, Manfred Duringer präsentieren das Plakat zum "War Requiem" (Foto: Stefan Runge)

300 Mitwirkende setzen Benjamin Brittens Werk in Innsbruck um

100 Musiker, 160 Sängerinnen und Sänger, 40 Buben – Profis und Laien haben am 26. Oktober 2014 ein großes Ziel: Die Erinnerung an den 1. Weltkrieg lebendig zu machen und zu mahnen. Das „War Requiem“ zählt ohne Zweifel zu den bedeutendsten Kompositionen des Engländers Benjamin Britten. Unter der Trägerschaft des Tiroler Sängerbundes (TSB) und der künstlerischen Leitung von Claudio Büchler wird das Werk am Nationalfeiertag erstmals in Tirol aufgeführt.

Der Obmann des Tiroler Sängerbundes, Manfred Duringer, nennt diese Komposition ein „Monsterwerk“, das noch nie zuvor in Tirol präsentiert wurde. „Bereits vor eineinhalb Jahren begannen die Vorbereitungsarbeiten. Die Idee kam vom künstlerischen Leiter, Claudio Büchler“, berichtet Duringer. Die Herausforderung nahm der Sängerbund, dem 460 Chöre mit mehr als 10.000 Mitgliedern angehören, an. „Alles andere als einfach, weil wir nur ein eingeschränktes Budget zur Verfügung haben“, so Duringer. Das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, ein Kammerorchester, der Opernchor des Landestheater, die Chöre des Mozarteums und des Konservatoriums, weitere Chöre aus Tirol, die Wiltener Sängerknaben und internationale Solisten treffen b aufeinander. "Die Dimension ist gewaltig und wir dürfen uns auf ein besonderes Ereignis freuen“, sagt Manfred Duringer.
Der künstlerische Leiter, Claudio Büchler, von dem auch die Idee zur Umsetzung stammt, freut die positive Zusammenarbeit in der Vorbereitung zwischen Laien und Profis. Büchler lobt dabei auch die perfekte Organisation im Vorfeld. „Die enge Zusammenarbeit zwischen den Verantwortlichen des TSB und den zuständigen Musikern und Sängern macht die Umsetzung erst möglich“, so Büchler.

Bilder begleiten die Zuhörer

Aber nicht nur die Musik alleine soll wirken. Zum Konzert werden Simultanprojektionen die Zuschauer begleiten. „Es geht mir um die Bebilderung des Geschehenen. Das Werk ist sehr komplex- Wir wollen den Zuhörer durch den Abend leiten. Dazu dienen beispielsweise historische Teile des Requiemtextes, die den tragisch-poetischen Gedanken eines Soldaten im Schützengraben im ersten Weltkrieg gegenüber gestellt werden“, sagt Siegfried Antonelle Schwendtner, der für die Live-Projektion während der Aufführung verantwortlich zeichnet. Er verzichtet dabei auf Kriegsbilder, wie sie uns die letzten Monate begleitet haben. Vielmehr will Schwendtner die Themen Gewalt, Zerstörung oder auch Verlust als Bildinhalte darstellen.

Kartenvorverkauf läuft

Noch läuft der Kartenvorverkauf. Karten sind erhältlich im Büro des Tiroler Sängerbundes, Museumsstr. 33, 6020 Innsbruck oder unter 0512/58 88 01 oder in der Innsbruck Info, Burgraben 3, 6020 Innsbruck. Die Preise liegen zwischen 40 und 30 Euro für Sitzplätze und 18 Euro für Stehplätze.
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