18.10.2016, 00:00 Uhr

Schule für Sozialbetreuungsberufe immer gefragter

2012 übernahm das Land Tirol gemeinsam mit dem Bund die Trägerschaft für die Schule für Sozialbetreuungsberufe (SOB) von der Caritas. Die Übernahme wurde notwendig, da Spendengelder der Caritas nicht länger für die Erhaltung einer Privatschule aufgewendet werden durften und damit die Finanzierung unmöglich wurde. Vier Jahre danach fällt die Bilanz von LRin Beate Palfrader zu diesem Schritt positiv aus: „Angesichts der demografischen Entwicklung war es wichtig, die Schule zu erhalten. Die Tirolerinnen und Tiroler sollen in jeder Lebensphase und -situation die bestmögliche Betreuung erhalten und das kann durch die SOB gewährleistet werden.“ Das Land kommt mit 565.000 Euro im Jahr 2016 für die Infrastruktur und die laufenden Verwaltungskosten auf. Das Lehrpersonal wird vom Bund finanziert.
Konzept der Schule kommt gut an
In den vergangenen Jahren investierte das Land zusätzlich, damit das Schulhaus und die Lehrmaterialien modernisiert werden konnten. „Die SOB fungiert als Kompetenzzentrum, das eng mit den Systempartnern zusammenarbeitet, um Theorie und Praxis gleichwertig in die Ausbildung zu integrieren“, unterstreicht LRin Palfrader die Rolle der Bildungseinrichtung.
Die Schule für Sozialbetreuungsberufe verzeichnet seit Jahren ein steigendes Interesse an ihrem Angebot. Im Semester 2016/2017 wird es 393 Studierende geben, die in 17 Klassen Vollzeit oder berufsbegleitend in den Bereichen Alten-, Behinderten- und Familienarbeit sowie Behindertenbegleitung unterrichtet werden. Besonders erfreut zeigt sich die Leitung der SOB über den höchsten Männeranteil in ihrer Geschichte, diese seien nach wie vor selten, würden aber dringend benötigt. Der Entwicklung der wachsenden SchülerInnenzahlen trägt das Land Tirol Rechnung und plant darum in den kommenden Jahren für diesbezügliche Maßnahmen zusätzlich rund eine Million Euro zuzuschießen. Weitere Informationen zur Schule für Sozialbetreuungsberufe können auf der Webseite www.sob-tirol.tsn.at/home/ abgerufen werden.
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