Vom Baujuwel zur Bruchbude

Anrainer Otto Jekel: „Es ist ekelhaft, wie hier die Behörden die Sache jahrelang vor sich hergeschoben haben.“
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  • hochgeladen von Stefan Inführ

(si). „Es wird keine Abbruchbewilligung geben, um einem Spekulanten zu nützen.“ Dieses Machtwort hatte der frühere Wohnbaustadtrat und heutige Bundeskanzler Werner Faymann (SP) noch 2005 im Zusammenhang mit der Immobilie Bauernmarkt 21 gesprochen. Sieben Jahre später sieht alles anders aus: Die Baupolizei bestätigte gegenüber der bz, dass es in den nächsten zwei bis drei Wochen einen positiven Abbruchbescheid für das westliche der beiden „Zwillingsgebäude“ Ecke Bauernmarkt/Fleischmarkt geben werde.

Ende für „Ninas Club Bar“
Somit hat Eigentümer Martin Lenikus, der das Haus vor etwa zehn Jahren in intaktem Zustand erworben hat, nun weitgehend freie Hand bei der weiteren Verwendung des Grundstücks. „Was mit der Immobilie geschieht, steht noch nicht fest“, so Lenikus gegenüber der bz. Fix scheint jedenfalls, dass die letzte Mieterin, das Nachtlokal „Ninas Club Bar“, in den nächsten Monaten zusperren wird müssen.
„Die Anrainer werden auf jeden Fall von einer Aufwertung des Grätzels profitieren“, verspricht Lenikus. Beobachter halten ein Hotelprojekt für möglich, ähnlich jenem, das Lenikus noch im Frühjahr am Lichtensteg eröffnen wird. Doch auch hochpreisige Luxusapartments, eventuell in Kombination mit Lokalen im Erdgeschoß, stehen im Raum.

Vorwürfe gegen Eigentümer
Anrainer verfolgten das Thema seit Jahren mit Bauchweh. „Immer wieder wurden Fenster offen gelassen und die bröckelnde Fassade gefährdet mittlerweile schon Passanten“, so Anrainer Otto Jekel. Bezirksrat Karl Newole will nun im Bezirksparlament klären, weshalb beim Verfall zugesehen wurde.

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