09.11.2016, 15:31 Uhr

PERFORMANCE/ LECTURE: MASHA DABELKA & PÊDRA COSTA

Wann? 17.11.2016 19:00 Uhr

Wo? Kunstraum Niederoesterreich, Herreng. 13, 1010 Wien AT
Wien: Kunstraum Niederoesterreich | Masha Dabelka, Lecture/Soundperformance „Music On Ribs“, und Pêdra Costa, Performance „de_colon_isation part 2: The Southern Ass“ (im Rahmen der VIENNA ART WEEK)

Der Abend findet im Rahmen der Ausstellung TOUCH THE REALITY. RETHINKING KEYWORDS OF POLITICAL PERFORMANCE statt:

MASHA DABELKA (RUS, 1984)
Die Arbeit „Music On Ribs“ bezieht sich auf das unter den Zwängen des sowjetischen Zensursystems entstandene Phänomen der illegalen Kopien westlicher Popmusik. Illegal waren sie nicht etwa wegen verletzter Künstler_innen- und Plattenfirmen-Rechte, sondern weil so gut wie jede westliche Platte von der so genannten „Union der sowjetischen Komponisten“ als moralisch und politisch verwerflich, asozial oder systemzersetzend eingestuft wurde. Diese Kopien wurden im Verborgenen unter Verwendung eines speziellen Duplizierungsapparates angefertigt. Er nahm die Musik von der originalen Vinylplatte ab und übertrug sie parallel auf ein kreisförmig zugeschnittenes Stück Röntgenfolie. Diese „Roentgenizdat“ wurden unter hohem Risiko für Käufer_innen und Verkäufer_innen auf dem sowjetischen Schwarzmarkt angeboten.
Studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien. Auftritte als Live-Performerin, Sound-Künstlerin und DJ bei internationalen Festivals auf („Electric Spring“ 2016, „Elevate Festival“ 2013, „Wiener Festwochen“' 2009 u.v.m.). Neben der künstlerischen Tätigkeit gibt sie Workshops im Bereich der elektronischen Musik für Schüler_innen und Studierende. www.dabelka.com

PEDRA COSTA (BRA)
In de_colon_isation, Pêdra Costa creates a space of intimacy and political claim through her body, live images, and „The Southern Butthole Manifesto.“ From the Global South to Vienna, Pêdra uses post-porn as a strategy of pleasure, aesthetics, and politics. Failure and precariousness are words impregnated in her biography and artwork. Playing the artist as exhibitionist, Pêdra shows performance as a place to interact with the presence of the audience and disturb their gaze, through feelings, desire, and empathy. The action merges to blur the social categories of public and private.
Brasilanische/r Performance-Künstler/in und Anthropolg/in. Arbeitet gegenwärtig an seinem/ihrem Diplom an der Akademie der bildenden Künste Wiens. Er/sie arbeitet mit queeren migrantischen Künstler_innen, Post-Porno und dekolonialer Praxis.
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