Ein Findelkind wird erwachsen
Erlebnisse mit dem Otter an der Raab

Joachim Tajmel und sein Pflegekind
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Der Biologe Joachim Tajmel bekam von der Forstverwaltung und der Jägerei an der Feistritz bei Fürstenfeld ein verwaistes Otterbaby zugespielt. Er hatte bereits Erfahrung mit diesen Tieren. Es gelang ihm auch diesmal die Aufzucht mit der Flasche. Mittlerweile ist das Findelkind ein kleines Fräulein geworden. Es lebt auf dem Hof des Biologen und darf täglich mit ihm zum Schwimmen an die Raab. "Resi" folgt gerne und kommt auch wieder aus dem Wasser, wenn das Heimgehen angesagt ist.

Junge Fischottern sehen kuschelig aus, "sind aber keineswegs Kuscheltiere", sagt der Biologe. "Vielmehr sind sie sehr quirlig, sind kaum eine Sekunde still und markieren im Takt weniger Minuten. Putzkübel werden grundsätzlich als Badewannen ausprobiert und lieb gemeinte Bisse fallen relativ grob aus". Für eine Wohnung ist ein Otter absolut ungeeignet.

Kälte und Nässe werden von dem streng geschützten Wassermarder ignoriert. 50.000 Haare sollen auf einem Quadratzentimeter Otterhaut wachsen. Ernährt wird das Tier zurzeit von Hackfleisch und Fischspenden aus dem Supermarkt.

Freilich denkt Tajmel an eine Auswilderung, doch diese ist ein Risiko, denn das Tier hat keinerlei Menschenscheu und fürchtet sich auch vor Hunden nicht. Der Hofhund ist sein liebster Spielgefährte. Das kann im besonderen Fall schlecht ausgehen. "Gut wäre ein menschenleerer Flussabschnitt und das Alter der Geschlechtsreife, wo er auf alles bisher Gelebte vergessen kann", sagt Tajmel.

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