Rudersdorf
Fotografin Anja König: "Kein typisches Chef-Lehrlingsverhältnis"

Mehr als nur Chef und Lehrling - beste Freundinnen - Lea Wolf (links) und Anja König
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  • Mehr als nur Chef und Lehrling - beste Freundinnen - Lea Wolf (links) und Anja König
  • Foto: Die Fotomanufaktur
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Die gelernte Fotografin Anja König bildet mit knapp 22 Jahren ihren ersten Lehrling aus.

RUDERSDORF/FÜRSTENFELD. Anja König hat sich sehr früh als freie Fotografin selbstständig gemacht. 2017 war die damals 19-Jährige jüngste Unternehmerin des Burgenlandes. Drei Jahre später bildet sie ihren ersten Lehrling aus. 

Kindheitstraum

Für die 22-jährige Rudersdorferin war früh klar, dass sie etwas Kreatives und Handgemachtes erlernen wollte. Die Ausbildung zur Berufsfotografin lag da recht schnell auf der Hand. "Viele wissen gar nicht, dass Fotografie ein Lehrberuf ist", betont die Jungunternehmerin. Während ihrer Ausbildung fing sie bereits an, an ihrer Selbstständigkeit zu feilen. Nach dreieinhalbjähriger Lehre mit Matura gründete sie die "Fotomanufaktur". "Der Name war schnell gefunden, auch weil meine Initialen sich im Namen wiederfinden."

Bildnachbearbeitung: Zwei Drittel der Arbeitszeit passiert vor dem PC.
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  • Foto: Die Fotomanufaktur
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"Dreamteam"

Während der Abendmatura-Kurse traf sie auf Lea Wolf aus Fürstenfeld. Die beiden, die einander bereits seit der Schulzeit kennen, wurden schnell enge Freundinnen. "Als Lea eines Abends den Wunsch äußerte, selbst Fotografin werden zu wollen, war die Sache schnell klar. Sie wurde mein Lehrling", erzählt die Fotografin. "Lea ist eine große Bereicherung, als gelernte Friseurin bringt sie Kreativität und ein fotografisches Auge mit." Die 21-jährige Fürstenfelderin hat nach der Lehrabschlussprüfung die Matura nachgeholt und heuer im März ihre zweite Lehre zur Fotografin begonnen. "Wir haben kein typisches Chef-Lehrlingsverhältnis", betont Anja. "Wichtig ist, dass wir die gleichen Ziele verfolgen."  

Große Steine im Weg

Die beiden mussten schon viele Steine aus dem Weg räumen, und mit Corona hat sich eine zusätzliche Felswand in den Weg gestellt. "Durch Corona haben wir sehr viel Geld verloren, weil Hochzeiten, Veranstaltungen und vieles mehr abgesagt wurden." Das konnte auch ein vorübergehender Auftragsboom während der Sommermonate nicht mehr wettmachen. "Aus den ganzen Steinen können wir schon ein Haus bauen", seufzt Lea. "Aber wenn man es wirklich will, findet man schon seinen Weg", fügt Anja hinzu. Allen Hindernissen zum Trotz nimmt die Jungunternehmerin den nächsten Schritt in Angriff und eröffnet in Kürze ein größeres Studio in Fürstenfeld. "Es ist ein besonderer Beruf, der einem viel abverlangt, aber einem so viel gibt", betonen beide.

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